Daumenschraube, Streckbank oder Vierteilen: An grausamen Folter- und Hinrichtungsmethoden mangelt es der Menschheitsgeschichte nicht. Die zehnteilige Doku-Serie »Ancient Justice – Recht und Rache« zeigt, wie Brutalität jahrtausendelang als Werkzeug von Gesetz und Ordnung diente. Denn wer damals die Grenze überschritt, musste die unbarmherzigen Konsequenzen einer Justiz tragen, vor der kein Mensch sicher und keine Bindung unzerbrechlich war.
Von Cäsar bis Gunpowder Plot
Jede der Episoden widmet sich einem Thema wie »Verschwörer und Rebellen« oder »Königsmorde« und arbeitet je vier reale Fälle fundiert ab, etwa die Morde an Cäsar und Dareios III. oder Ereignisse wie den Nika-Aufstand und den Gunpowder Plot. Angesichts der Grausamkeiten ist man dankbar für die entschärfenden 2D-Illustrationen. Gewöhnungsbedürftig ist die Profilansicht mancher Interviewpartner, außerdem wirkt die ständige Frage nach Täter und Motiv redundant. Dennoch gelingt der Serie eine packende Zeitreise vom alten Ägypten bis in die Frühe Neuzeit, die zeigt, wie grausam das Streben nach Macht und Recht wirklich war.
Ab 6. September wöchentlich je um 20:15 Uhr auf dem History Channel, danach abrufbar in der Mediathek, zehn Episoden à 45 Min.
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