EditorialTalente & Begabungen im Miteinander wachsen lassen

Das Portrait von Ulrike Fetzer, die Chefredakteurin der Zeitschrift Kleinstkinder
© Edi

Eine bedürfnisorientierte Begleitung setzt dort an, wo Potenziale keimen. Das bedeutet, die Wünsche des Kindes wahrzunehmen, neu zu interpretieren und gemeinsam zu verhandeln. Autonomie bedeutet weniger vorgezeichnete Wege und mehr Raum für selbstbestimmte Entscheidungen – auch, wenn daraus Lernschritte entstehen, die nicht „perfekt” sind. Doch wie lässt sich eine Balance finden zwischen den Erwartungen und dem kindlichen Selbstwirksamkeitsdrang?

Das Titelthema dieser Ausgabe lädt ein zu einem gemeinsamen Reflexionsprozess: Wie kann ich als pädagogische Fachkraft im Kita-Alltag eine bedürfnisorientierte Begleitung gestalten? Wie erkenne ich die feinen Impulse des Kindes? Wie formuliere ich Angebote, die Autonomie ermöglichen, ohne die Orientierung zu verlieren? Welche Bedeutung hat die Sprache der Ermutigung, welche die klare Struktur?

„Wenn wir genau hinsehen, bemerken wir, wie das Kind uns fragend anschaut, ob es von uns gesehen wird und ob wir gut finden, was es macht. Es gibt für ein kleines Kind nichts, was wichtiger wäre als das einladende und ermutigende Lächeln derjenigen Person, die es auf seinem Weg begleitet.“

(Das Zitat ist entnommen aus dem Nachwort von Gerald Hüthers pädagogischem Bilderbuch „Ein verrückter Tag auf dem Bauernhof“)

Die Antworten liegen oft in kleinen, verlässlichen Handlungen – im Zuhören, im respektvollen Aushandeln und im Vertrauen darauf, dass jedes Kind seine Potenziale in seinem eigenen Tempo entfaltet.

Herzliche Grüße

Ulrike Fetzer
(Chefredakteurin)

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