Titelseite Antike Welt. Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte 4/2026

Über diese Ausgabe

Titelthema

  • Tatort Antike: Zwischen Recht und Überlieferung
    Plus S. 8-11

    Tatort AntikeZwischen Recht und Überlieferung

    Ob Steuerhinterziehung, Korruption oder Mord – ein Blick in die Antike zeigt, dass menschliche Verfehlungen kein modernes Phänomen sind. Die überlieferten Kriminalfälle wirken erstaunlich vertraut und lassen erkennen, wie nah uns die Menschen vergangener Epochen in ihrem Denken und Handeln stehen. Zugleich erzählen die dokumentierten Vergehen und ihre Bestrafung von den besonderen gesellschaftlichen Normen und rechtlichen Strukturen einer längst vergangenen Zeit.

  • Mörderisches Athen: Tötungsdelikte im Spiegel der attischen Gerichtsreden
    Plus S. 12-17

    Mörderisches AthenTötungsdelikte im Spiegel der attischen Gerichtsreden

    Attische Gerichtsreden sind für die Erforschung von Verbrechen im klassischen Athen eine einzigartige Quelle: Nirgendwo sonst begegnen uns die verschiedensten Vergehen so unmittelbar und lebendig wie in diesen Plädoyers. Doch die rhetorischen Meisterwerke zeigen uns weniger, was wirklich geschah, als vielmehr, was ein erfahrener Redenschreiber für das überzeugendste Argument hielt.

  • Jüdischer Widerstand - Römische Ängste: Ein geheimnisvolles Vergehen aus der Zeit Hadrians
    Plus S. 18-23

    Jüdischer Widerstand - Römische ÄngsteEin geheimnisvolles Vergehen aus der Zeit Hadrians

    Trotz der berühmten Fähigkeit der Römer, die unterworfenen Völker ihres Reiches zu integrieren, sah sich der römische Staat in der Provinz Judäa mit unüberwindbaren Schwierigkeiten konfrontiert. Denn die lokale Bevölkerung und ihre Diaspora rebellierten immer wieder, um das Joch der römischen Herrschaft abzuschütteln. Ein neuer Papyrusfund aus der Judäischen Wüste bietet aufschlussreiche Einblicke in diese turbulente Zeit.

  • Der Tod von Ramses III. Neue Einblicke in ein altägyptisches Verbrechen
    Plus S. 24-27

    Der Tod von Ramses III.Neue Einblicke in ein altägyptisches Verbrechen

    Der Tod des Pharaos Ramses III. gehört zu den bekanntesten, aber lange ungeklärten Kriminalfällen der altägyptischen Geschichte. Schriftliche Quellen berichten von einer Verschwörung im königlichen Harem, bleiben jedoch in entscheidenden Punkten vage. Erst moderne Untersuchungsmethoden ermöglichen heute einen genaueren Blick auf die Ereignisse – und liefern überraschend klare Hinweise auf ein gewaltsames Ende sowie auf die mögliche Identität eines der Hauptverschwörer.

  • Ehebruch im Alten Mesopotamien: Zwischen Gesetzestext und rechtlicher Praxis
    Plus S. 28-32

    Ehebruch im Alten MesopotamienZwischen Gesetzestext und rechtlicher Praxis

    Die offiziellen Gesetzessammlungen aus dem alten Mesopotamien vermitteln spannende Einblicke in das Rechtsverständnis gegenüber Straftaten. Allerdings lässt sich heute nur schwer nachvollziehen, inwieweit diese offiziellen Gesetze im Alltag tatsächlich umgesetzt wurden. Der Vergleich der Schilderung eines Prozesses gegen eine ehebrecherische Frau mit den Gesetzen, die sich mit dem Ehebruch von Frauen befassten, gibt Aufschluss über diese Frage.

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