Tatort AntikeZwischen Recht und Überlieferung

Ob Steuerhinterziehung, Korruption oder Mord – ein Blick in die Antike zeigt, dass menschliche Verfehlungen kein modernes Phänomen sind. Die überlieferten Kriminalfälle wirken erstaunlich vertraut und lassen erkennen, wie nah uns die Menschen vergangener Epochen in ihrem Denken und Handeln stehen. Zugleich erzählen die dokumentierten Vergehen und ihre Bestrafung von den besonderen gesellschaftlichen Normen und rechtlichen Strukturen einer längst vergangenen Zeit.

Abb. 1  Die Darstellung einer mythologischen Szene auf einer rotfigurigen Keramik: Hermes, links mit einem Dolch in der Hand, ist im Begriff, auf den mit Augen übersäten Argus Panoptes einzustechen. Rechts ist die in eine Kuh verwandelte Io zu sehen.
Abb. 1 Gewalt war in der griechischen Mythologie keine Seltenheit: Der hundertäugige Argus Panoptes bewachte im Auftrag der Hera die in eine Kuh verwandelte Io. Um sie zu befreien, ließ Hermes Argus mit Musik und Geschichten einschlafen und tötete ihn anschließend.© © mauritius images / TopFoto

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