Frauen im frühen Christentum (Kartonierte Ausgabe) Ihre Konversion - ihre Mission

  • wbg Academic in der Verlag Herder GmbH
  • 1. Auflage 2026
  • Kartoniert
  • 368 Seiten
  • ISBN: 978-3-534-64282-3
  • Bestellnummer: P3642824

Ohne die frühen Christinnen – keine Weltreligion

Der unaufhaltsame Aufstieg des Christentums von der winzigen Jerusalemer Gemeinde zur Staatsreligion im Römischen Reich Ende des 4. Jahrhunderts ist ein Phänomen, das sich allein mit rationalen Gründen nicht erklären lässt. Sicher ist aber, dass die missionarische Begeisterung der frühen Christen, vor allem der Christinnen, entscheidend zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen hat.
Was bewog Vielgötterverehrerinnen und Jüdinnen, ihren angestammten Glauben samt Ritualen zu verlassen und sich einer neuen Religion anzuschließen, die sie zu gesellschaftlichen Außenseiterinnen machte, sie sogar gefährdete? Wegen der marginalen Quellenlage lassen sich Gründe für die Frühzeit fast nur kontextuell erschließen. Das Christentum hieß alle willkommen, ohne einen Unterschied zwischen den Geschlechtern, der Herkunft und dem gesellschaftlichen Prestige zu machen, eine inspirierende Erfahrung vor allem für Frauen, die in der gesamten Antike unter patriarchalischen Vorzeichen lebten. Vielgötterverehrerinnen hat wohl auch der Schutz ihrer Kinder überzeugt. Denn die christliche Lehre lehnte eine Tradition ab, die dem römischen Familienvater gestattete, einen Säugling nach der Geburt auszusetzen. Auch die Jenseitshoffnung spielte eine wichtige Rolle, galt die Aussicht auf ein Ewiges Leben doch für Männer wie für Frauen. Ihr Engagement in und außerhalb der entstehenden Gemeinden erschloss den frühen Christinnen neue Räume, in denen sie ihre Charismen entfalten konnten.
Als Prophetinnen und Apostelinnen, Patroninnen, Diakoninnen sowie Märtyrerinnen, als Freie und Unfreie haben sie Geschichte geschrieben. Daran änderte auch ihre schleichende Zurückdrängung aus öffentlichen Gemeindefunktionen seit dem ausgehenden 1. Jahrhundert nichts.
Ihre Motive, ihre Mission und ihre Geschichten erhellt die Historikerin Judith Rosen in ihrer Geschichte der frühen Christinnen aus dem 1. und 2. Jahrhundert.

Autorin

Judith Rosen

Judith Rosen

Historikerin

Judith Rosen ist Historikerin und unterrichtete Alte Geschichte an der Universität Bonn. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Bonn.
Im Herder Verlag / wbg erschienen von ihr die Biografien: „Martin von Tours. Der barmherzige Heilige“ (2016), „Auguste und die Sternsinger. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ (2022) und „Bonifatius. Der europäische Heilige“ (2022).

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