Pecuniae ecclesiae
(Gebundene Ausgabe)
Die Quellen zu Geld und Gaben in frühchristlichen Gemeinden, jüdischen Synagogalgemeinden und hellenistisch-römischen Vereinen der vorkonstantinischen Zeit – Band 1
- wbg Academic in der Verlag Herder GmbH
- 1. Auflage 2026
- Gebunden
- 496 Seiten
- ISBN: 978-3-534-64039-3
- Bestellnummer: P3640398
Kirche, Geld und Gaben: Die verborgenen Anfänge einer schicksalhaften Verbindung
Die Finanzierung der frühen christlichen Gemeinden wurde in der Forschung bislang meist entweder stiefmütterlich behandelt oder durch eine ideologische Brille betrachtet. Die vorliegende Arbeit schließt nicht nur – endlich – diese Lücke, sondern stellt die hierbei gewonnenen Erkenntnisse durch einen Vergleich mit den zeitgenössischen jüdischen Synagogengemeinden sowie dem griechisch-römischen Vereinswesen in den größeren Kontext der antiken Wirtschafts- und Religionsgeschichte: Wie begann die schicksalhafte Verbindung von ‚Kirche und Geld‘? Wie entstanden die ersten Sammlungen und Kollekten? Woher kamen die Mittel dafür und was wurde überhaupt gesammelt? Wer war für die Einziehung und Verteilung verantwortlich? Tauchten Probleme und Missstände auf und wenn ja, wie wurde damit umgegangen? Orientierten sich die christlichen Gemeinden bei Ausbau und Entwicklung ihrer Vermögensverwaltung an den Verhältnissen ihrer nichtchristlichen Umwelt oder gingen sie eigene und neue Wege?
Die Interpretationen, Beobachtungen und Resultate dieser Studie liefern erstmals in der wissenschaftlichen Forschung eine umfassende Darstellung der behandelten Thematik und sind das Ergebnis jahrelanger, präziser und intensiver Grundlagenarbeit. Alternative Auslegungen des teils schwer zu deutenden Quellenmaterials werden dabei stets berücksichtigt, abgewogen und damit transparent gemacht.
Dabei zeigt sich u. a., dass bereits im 2. Jh. entscheidende Weichenstellungen erfolgten, die in Form der gottesdienstlichen Kollekte bis heute nachwirken. Oder dass der berühmte Kirchenzehnte in dieser Zeit noch gar nicht praktiziert wurde, sondern erst viel später und quasi lediglich durch einen Zufall das Licht der Welt erblickte.
So ergibt sich ein beeindruckendes Gesamtbild: Zum Stöbern für Interessierte, zum Nachschlagen für Studierende und als Impuls für die weitere Forschung – sowohl auf dem Feld der Kirchengeschichte als auch im interdisziplinären Schnittbereich zwischen Kirchengeschichte, klassischer Altertumswissenschaft und jüdischer Religionsgeschichte.
Band 1 und Band 2 sind nur geschlossen beziehbar.
Autor/in
Michael Winker, geboren in Rottweil, hat in Tübingen Katholische Theologie und Geschichtswissenschaften studiert und wurde an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit der vorliegenden Arbeit am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie promoviert.