Aktuell

März 2026

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    Neue Gräber in der weitläufigen Nekropole Ostiense freigelegt

    Neue Gräber in der weitläufigen Nekropole Ostiense freigelegt

    Bei präventiven Ausgrabungen südlich von Rom wurde ein außergewöhnlich gut erhaltener Abschnitt der Nekropole Ostiense freigelegt. Die Archäologen stießen sowohl auf kaiserzeitliche Gräber mit kunstvollen Fresken und Mosaiken als auch auf einfache Grubengräber aus der Spätantike.

  • Archäologischer Glücksfall in Hüllhorst: Archäologen stoßen auf Hausgrundrisse aus der frühen Eisenzeit
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    Archäologischer Glücksfall in Hüllhorst: Archäologen stoßen auf Hausgrundrisse aus der frühen Eisenzeit

    Bei Bauarbeiten in Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein archäologisches Team auf Spuren einer über 2.500 Jahre alten Siedlung gestoßen. Die vom LWL begleitete Grabung liefert neue Erkenntnisse zur vorrömischen Eisenzeit in Ostwestfalen. Besonders der Nachweis mehrerer Hausgrundrisse eröffnet wertvolle Einblicke in die Bauweise und Siedlungsstruktur dieser frühen Gemeinschaft. Nach Angaben der LWL-Fachleute handelt es sich um eine außergewöhnliche Entdeckung – vergleichbare Hausgrundrisse dieses Zeitraums wurden in Ostwestfalen bislang nur in Werther und Minden dokumentiert.

  • DNA-Analysen enthüllen Bevölkerungskontinuität in der Späten Bronzezeit Mitteldeutschlands und liefern Informationen  zur damaligen Lebenswelt
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    DNA-Analysen enthüllen Bevölkerungskontinuität in der Späten Bronzezeit Mitteldeutschlands und liefern Informationen zur damaligen Lebenswelt

    Neue genetische Untersuchungen an 36 spätbronzezeitlichen Körpergräbern aus Esperstedt und Kuckenburg in Sachsen-Anhalt eröffnen überraschende Einblicke in die Bevölkerungs- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands. Ein internationales Forschungsteam um Eleftheria Orfanou vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig konnte anhand von DNA- und Isotopenanalysen zeigen, dass die Region über Jahrhunderte eine bemerkenswerte Kontinuität aufwies – trotz intensiver Handelskontakte und kultureller Einflüsse. Die Studie liefert zudem neue Erkenntnisse zu Ernährung, Mobilität und Lebensweise in einer Zeit des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels.

Februar 2026

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    Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Elstorf im Fokus neuer Forschung

    Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Elstorf im Fokus neuer Forschung

    Das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung und das Archäologische Museum Hamburg haben ein umfangreiches Forschungsprojekt gestartet, das sich der wissenschaftlichen Auswertung des frühmittelalterlichen Gräberfeldes in Neu Wulmstorf-Elstorf (Landkreis Harburg) widmet. Gefördert wird das Vorhaben bis Herbst 2028 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

  • Archäologische Ausgrabungen auf dem Münsterplatz in Aachen liefern erste Funde
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    Archäologische Ausgrabungen auf dem Münsterplatz in Aachen liefern erste Funde

    Auf dem Aachener Münsterplatz graben Archäologinnen und Archäologen derzeit direkt neben dem Dom nach Spuren der Vergangenheit. Inmitten der historischen Münsterthermen kommen Funde aus römischer, mittelalterlicher und barocker Zeit ans Licht – sorgfältig dokumentiert Schicht für Schicht. Die Arbeiten bieten seltene Einblicke in ein bislang kaum erforschtes Areal im Herzen der Stadt.

  • Archäobotanik gewährt neue Erkenntnisse zur Landwirtschaft der Nordischen Bronzezeit
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    Archäobotanik gewährt neue Erkenntnisse zur Landwirtschaft der Nordischen Bronzezeit

    Neue archäobotanische Analysen aus Bjerre in Nordjütland zeigen, dass bronzezeitliche Gemeinschaften ihre Felder über Jahrhunderte hinweg mit bemerkenswerter Konstanz bewirtschafteten. Die Funde verkohlter Getreidekörner und moderner Isotopenmessungen enthüllen nicht nur landwirtschaftliche Strategien, sondern auch das über Generationen weitergegebene Wissen einer lokalen Gemeinschaft.

  • Sechs neu entdeckte bronzezeitliche Minen in Spanien  könnten den Ursprung der skandinavischen Bronze erklären
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    Sechs neu entdeckte bronzezeitliche Minen in Spanien könnten den Ursprung der skandinavischen Bronze erklären

    Ein internationales Forschungsteam stieß im Rahmen des Programms „Maritime Begegnungen“ der Universität Göteborg (Schweden) in der südwestspanischen Region Extremadura auf sechs bislang unbekannte bronzezeitliche Bergwerke. Die Funde könnten entscheidende Hinweise darauf liefern, woher die Metalle stammten, die in skandinavischen Artefakten der Bronzezeit verarbeitet wurden.

  • Steinzeitzeichen oder frühe Schrift? Neue archäologische Forschung entdeckt Informationskodierung der Altsteinzeit
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    Steinzeitzeichen oder frühe Schrift? Neue archäologische Forschung entdeckt Informationskodierung der Altsteinzeit

    Was verraten eingeritzte Linien und Punkte auf eiszeitlichen Figuren über das Denken unserer Vorfahren? Ein Forschungsteam um Christian Bentz und Ewa Dutkiewicz hat Tausende solcher Zeichen analysiert – und festgestellt: Schon vor 40.000 Jahren nutzten Menschen komplexe Systeme, um Informationen festzuhalten. Ihre statistische Struktur ähnelt erstaunlich der frühen Keilschrift – ein Blick in die Anfänge menschlicher Informationskodierung.

  • Stürme legen 2000 Jahre alte Fußabdrücke an Schottlands Küste frei
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    Stürme legen 2000 Jahre alte Fußabdrücke an Schottlands Küste frei

    Nach schweren Winterstürmen wurden an der schottischen Ostküste, in der Lunan Bay bei Angus, Fußabdrücke von Menschen und Fährten von Tieren freigelegt, die rund 2000 Jahre alt sind. Solche Funde sind in Großbritannien äußerst selten; bisher waren nur wenige vergleichbare Stätten in England bekannt, darunter Formby (Merseyside), die Severn-Mündung und Happisburgh (Norfolk). In Schottland handelt es sich um den ersten Nachweis dieser Art.

  • Das Hanse-Schiff aus der Trave – Zeugnis maritimer Revolution und Lübecker Stadtgeschichte
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    Das Hanse-Schiff aus der Trave – Zeugnis maritimer Revolution und Lübecker Stadtgeschichte

    Ein Zufall führte zu einer Entdeckung, die unser Verständnis der hanseatischen Schifffahrtsgeschichte verändert: Bei einer routinemäßigen Messung in der Fahrrinne der Trave verzeichnete das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee im Jahr 2020 eine ungewöhnliche Unebenheit. Als Taucher im August 2021 den Bereich untersuchten, stießen sie auf ein außergewöhnlich gut erhaltenes Wrack aus der Hansezeit. Ein digitales 3D-Modell des Fundes erlaubt es, das Schiff mit moderner Schiffsbausoftware weiter zu erforschen.

  • Ein frühbronzezeitliches Fürstengrab und neolithische Siedlungsspuren in der französischen Region Orne
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    Ein frühbronzezeitliches Fürstengrab und neolithische Siedlungsspuren in der französischen Region Orne

    Ein Team des französischen Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) führt derzeit im Auftrag der Direction régionale des affaires culturelles (Drac) Normandie Ausgrabungen in Écouché-les-Vallées (Département Orne) durch. Die Arbeiten fördern bislang außergewöhnlich gut erhaltene Überreste zutage, die mehrere Jahrtausende umfassen – von den frühesten neolithischen Siedlungsspuren bis hin zu einer bedeutenden Bestattung der frühen Bronzezeit.