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Januar 2026

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    Erstes gezielt gefundenes Pestmassengrab Europas: Forschungsteam entdeckt Begräbnisstätte des „Schwarzen Todes“ bei Erfurt

    Erstes gezielt gefundenes Pestmassengrab Europas: Forschungsteam entdeckt Begräbnisstätte des „Schwarzen Todes“ bei Erfurt

    Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Leipzig hat im Umfeld der mittelalterlichen Dorfwüstung Neuses bei Erfurt deutliche Hinweise auf ein Massengrab aus der Zeit des „Schwarzen Todes“ entdeckt. Es handelt sich um den ersten Begräbnisort von Pestopfern, der nicht zufällig, sondern durch gezielte systematische Suche in Europa gefunden wurde. Die Ergebnisse dieser außergewöhnlichen Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht.

  • Neue Funde enthüllen Stätte der Heilung im antiken Tenea
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    Neue Funde enthüllen Stätte der Heilung im antiken Tenea

    Kürzlich gab das griechische Kulturministerium die neuesten Ergebnisse der systematischen Ausgrabungen im antiken Tenea bekannt. Die Arbeiten, die im Oktober 2025 abgeschlossen wurden, werfen ein neues Licht auf die Entwicklung eines außergewöhnlichen Heiligtums, das über viele Jahrhunderte – von der archaischen bis zur römischen Zeit – genutzt wurde.

  • Archäologen stoßen auf römisches Industriezentrum im Norden Englands
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    Archäologen stoßen auf römisches Industriezentrum im Norden Englands

    Archäologinnen und Archäologen der Durham University haben unter der Leitung der Vedra Hylton Community Association am Ufer des Flusses Wear bei Offerten, nahe der Stadt Sunderland in Nordostengland, eine bedeutende römische Fundstätte freigelegt. Bei den Ausgrabungen kamen über 800 Wetzsteine und elf Steinanker zutage. Der Fund gilt als der größte seiner Art in Nordwesteuropa und rückt Nordostengland ins Zentrum des römischen Produktions- und Handelsnetzes.

  • Erste wissenschaftliche Grabung im Bereich eines ehemaligen KZ-Außenlagers bei Walbeck, Landkreis Börde
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    Erste wissenschaftliche Grabung im Bereich eines ehemaligen KZ-Außenlagers bei Walbeck, Landkreis Börde

    Im Oktober 2025 fand in Walbeck (Landkreis Börde) die erste gezielte archäologische Forschungsgrabung auf dem Gelände eines ehemaligen Konzentrationslager-Außenlagers in Sachsen-Anhalt statt. Das Projekt wurde vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) gemeinsam mit dem Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e. V. durchgeführt. Ziel war es, die Struktur des Lagers zu erfassen und Spuren des Alltags der Häftlinge zu dokumentieren.

  • Fossilien aus Marokko rücken gemeinsame Wurzeln der Menschheit ins Licht
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    Fossilien aus Marokko rücken gemeinsame Wurzeln der Menschheit ins Licht

    Ein Team internationaler Forscher hat 773.000 Jahre alte Homininenfossilien in der Nähe von Casablanca entdeckt. Die Funde liefern neue Hinweise auf frühe afrikanische Populationen, die der Abstammungslinie des modernen Menschen, der Neandertaler und Denisova-Menschen sehr nah standen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

  • Größte Kogge der Welt entdeckt: Mittelalterlicher Frachter „Svælget 2“ eröffnet neue Einblicke in den Seehandel Nordeuropas
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    Größte Kogge der Welt entdecktMittelalterlicher Frachter „Svælget 2“ eröffnet neue Einblicke in den Seehandel Nordeuropas

    Seit sechs Jahrhunderten lag es verborgen im dunklen Grund des Öresunds – nun bringt ein spektakulärer Fund die maritime Geschichte des Mittelalters zum Leuchten. Meeresarchäologen des Dänischen Wikingerschiffsmuseums haben in der Meerenge vor Kopenhagen die bislang größte bekannte Kogge der Welt entdeckt. Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren und in insgesamt 289 Tauchgängen legten die Fachleute das Wrack in 13 m Tiefe frei. Das mittelalterliche Handelsschiff „Svælget 2“ beeindruckt nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch den außergewöhnlichen Erhaltungszustand und die Fülle archäologischer Details, die Licht auf den Schiffsbau und den Handel des 15. Jahrhunderts werfen.

  • 2.000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom entdeckt
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    2.000 Jahre alte Herpesviren im menschlichen Genom entdeckt

    Zum ersten Mal haben Wissenschaftler alte Genome der Humanen Beta-Herpesviren 6A und 6B (HHV-6A/B) aus über zwei Jahrtausende alten archäologischen menschlichen Überresten rekonstruiert. Die von der Universität Wien und der Universität Tartu (Estland) geleitete Studie bestätigt, dass sich diese Viren seit mindestens der Eisenzeit mit und innerhalb des Menschen entwickelt haben. Die Ergebnisse zeichnen die lange Geschichte der Integration von HHV-6 in menschliche Chromosomen nach und deuten darauf hin, dass HHV-6A diese Fähigkeit früh verloren hat.

Dezember 2025