Die Skythen galten jahrhundertelang als Inbegriff nomadischer Steppenreiter: unabhängige Krieger, die mit ihren Pferden durch die Weiten Eurasiens zogen. In den letzten Jahren haben wissenschaftliche Untersuchungen dieses vereinfachte Narrativ jedoch infrage gestellt. Eine aktuelle Studie der Universitäten Basel und Zürich liefert nun erstmals direkte Belege für die Ernährung dieser Kultur der Eisenzeit: Auf dem Speiseplan der Skythen stand nicht nur die Milch von Rindern, Schafen und Ziegen, sondern auch die von Pferden.