Neue genetische Untersuchungen an 36 spätbronzezeitlichen Körpergräbern aus Esperstedt und Kuckenburg in Sachsen-Anhalt eröffnen überraschende Einblicke in die Bevölkerungs- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands. Ein internationales Forschungsteam um Eleftheria Orfanou vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig konnte anhand von DNA- und Isotopenanalysen zeigen, dass die Region über Jahrhunderte eine bemerkenswerte Kontinuität aufwies – trotz intensiver Handelskontakte und kultureller Einflüsse. Die Studie liefert zudem neue Erkenntnisse zu Ernährung, Mobilität und Lebensweise in einer Zeit des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels.