Titelseite Antike Welt. Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte 5/2026

Über diese Ausgabe

Titelthema

  • Lebenswelten auf Elephantine: Archäologie des Alltags im Mittleren Reich
    Plus S. 8-11

    Lebenswelten auf ElephantineArchäologie des Alltags im Mittleren Reich

    Seit 2013 untersucht das Deutsche Archäologische Institut Kairo auf der Nilinsel Elephantine die Überreste der pharaonischen Siedlung, um die Lebenswirklichkeiten der damaligen Menschen zu rekonstruieren – ihren Alltag, ihre Arbeitsabläufe, ihre Ernährung und die Art und Weise, wie sie ihre Umwelt wahrnahmen. Das Projekt »Realities of Life« (»Lebenswirklichkeiten«) öffnet ein Fenster in eine fast 4000 Jahre alte Vergangenheit.

  • Zwischen Wüste und Wasser: Umwelt und Wohnraum am ersten Nilkatarakt
    Plus S. 12-18

    Zwischen Wüste und WasserUmwelt und Wohnraum am ersten Nilkatarakt

    Wer auf Elephantine lebte, bewegte sich in einer Umgebung aus Granit, Sand, kleinflächigen Grünzonen und dem Nil – einer Landschaft, die zugleich karg und ressourcenreich war. Funde der Archäobotanik, Fauna und Archäologie aus Haus 169 erwecken das natürliche und häusliche Umfeld der Inselbewohnerinnen und -bewohner in der späten 12.–13. Dynastie zum Leben und geben Einblick in ihre Lebensbedingungen und ihre Nutzung der natürlichen Ressourcen.

  • Feuer, Korn und Tonscherben: Pharaonische Grundnahrungsmittel und ihre Spuren in Haus 169
    Plus S. 19-23

    Feuer, Korn und TonscherbenPharaonische Grundnahrungsmittel und ihre Spuren in Haus 169

    Brot, Bier und Früchte lokaler Bäume – auf Elephantine lässt sich der Speisezettel umfassend rekonstruieren. Archäobotanische Funde, Keramik und Raumstrukturen aus Haus 169 erzählen gemeinsam, was die Bewohner aßen und tranken, wie sie Nahrung zubereiteten und welche Ressourcen ihnen zur Verfügung standen. Zwischen Mahlstein, Feuerstelle und Vorratsgefäßen wird darüber hinaus sichtbar, wie ägyptische und nubische Traditionen miteinander verflochten waren.

  • Das Haus als Werkstatt: Rohstoffe, Verarbeitung und Güteraustausch
    Plus S. 24-29

    Das Haus als WerkstattRohstoffe, Verarbeitung und Güteraustausch

    Von Amethystperlen über rote Pigmente bis hin zu Muschelschmuck, Flechtwerk und Tonverschlüssen: Haus 169 war kein bloßer Wohnort. Hier wurden Rohstoffe aus der Wüste, vom Nil und aus dem Roten Meer verarbeitet, gelagert und kontrolliert. Handwerk, Alltag und Verwaltung griffen dabei unmittelbar ineinander. Siegelverschlüsse hochrangiger Beamter und importierte Materialien zeigen, wie eng die Insel mit überregionalen Netzwerken verbunden war – ein Haushalt als Spiegel der Welt.

  • Die Menschen hinter den Mauern: Ein Tag und ein Jahr in der Nordweststadt
    Plus S. 30-32

    Die Menschen hinter den MauernEin Tag und ein Jahr in der Nordweststadt

    Wer lebte vor 4000 Jahren in Haus 169? Wie klang, roch und fühlte sich der Alltag an? Die Nordwestsiedlung von Elephantine lässt sich als lebendiger Arbeits- und Lebensraum rekonstruieren. Mahlen, Backen und die Verarbeitung von Halbedelsteinen zeigen eine arbeitsteilige Organisation des Haushalts, während Keramikfunde kulturelle Verflechtungen belegen. Gleichzeitig wird sichtbar, wie eng dieser Alltag mit dem Rhythmus des Nils verbunden war.

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