Als Klaus Schmidt Mitte der 1990er-Jahre auf dem abgelegenen Felsplateau des Göbeklitepe mit Ausgrabungen begann, ahnte er kaum, dass die neolithischen Ruinen bereits 23 Jahre später zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt würden. Die steinernen Monumente, die mit einem Alter von gut 12 000 Jahren zu den ältesten ihrer Art gehören, machten den Platz
bald zur archäologischen Sensation und seinen Namen weltweit bekannt. Ein neues Forschungsprojekt zeigt nun, dass die vermeintliche Ausnahmeerscheinung einer unter vielen vergleichbaren Orten und Teil einer archäologischen Regionalkultur ist.
Von Jens Notroff