Titelseite Antike Welt. Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte 1/2026

Über diese Ausgabe

Titelthema

  • Nachbarn am Rande des Imperiums: Römer und Germanen zwischen Annäherung und Abgrenzung
    Plus S. 8-15

    Nachbarn am Rande des ImperiumsRömer und Germanen zwischen Annäherung und Abgrenzung

    Rom und die Germanen, zwei Begriffe, die Ambivalenz, Abgrenzung und Spannung ausdrücken, zugleich aber auch für Nähe und Austausch stehen. Über Jahrhunderte gab es vielfältige kulturelle Kontakte, zahlreiche Formen der friedlichen Annäherung, aber auch große Konflikte, die die Geschichte Europas bis heute maßgeblich geprägt haben.

  • Römisches in der Ferne: Germanische Elitengräber in der Ukraine
    Plus S. 16-20

    Römisches in der FerneGermanische Elitengräber in der Ukraine

    Im westukrainischen Kariv wurden 2017 die Überreste eines Friedhofs aus der Römischen Kaiserzeit freigelegt. Dort kamen zwei außergewöhnliche Männergräber zutage, deren Besitzer wohl einer weit vernetzten germanischen Kriegerelite angehörten. Ein als Urne verwendeter Suebenkessel sowie die Grabbeigaben – darunter römisches Bronze-, Glas und Keramikgeschirr sowie Reitzeug und Waffen – belegen die enge Verflechtung örtlicher Führungsgruppen mit der römischen Welt.

  • Das Germanenbild der Römer: Ein zu besiegender Feind
    Plus S. 21-25

    Das Germanenbild der RömerEin zu besiegender Feind

    Bilder und Vorstellungen von Fremden entstehen unter der Einwirkung vielfältiger soziologischer und politischer Faktoren. Wer als fremd gilt, wird von der jeweiligen Gesellschaft erfunden und konstruiert. Bezugspunkt des Fremden ist das eigene Ich bzw. die eigene soziale und kulturelle Identität, die wiederum nicht ohne die Erzeugung von Andersartigkeit auskommt.

  • Roms nördliche Rekruten: Die Germanen in der römischen Armee
    Plus S. 26-31

    Roms nördliche RekrutenDie Germanen in der römischen Armee

    Augustus schuf eine militärische Ordnung, in der auch Nichtbürger dienten und nach 25 Jahren das Bürgerrecht erhielten. Besonders germanische Krieger stellten wichtige Kontingente – sie dienten an den Grenzen, in Reitertruppen oder als kaiserliche Leibwächter. Im 2. und 3. Jh. stiegen sie zunehmend in höhere militärische Ämter auf. Doch im 5. Jh. wandelte sich die einstige Partnerschaft zwischen Rom und den Germanen in Misstrauen und Konflikt.

  • Plus S. 32-36

    Zwischen Kontrolle und IntegrationGermanen an Oberrhein und Limes

    Noch vor der dauerhaften Eingliederung in das Römische Reich war Südwestdeutschland erheblich durch germanische Bevölkerungsgruppen geprägt. Ein neu entdecktes Gräberfeld bei Rheinau-Diersheim im Ortenaukreis gibt Einblick in eine Zeit voller Umbrüche und Neustrukturierungen. Aus heutiger Sicht stellt sich der Aufsiedlungsprozess dieses Teils der Provinz Germania Superior zwischen Rhein und Limes wesentlich komplexer dar, als bisher angenommen.

Autorinnen und Autoren