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Verlag Karl Alber: Topseller, Neuerscheinungen und Programm

Topseller Neuerscheinungen Geschichte Hinweise für Autoren und zu Begutachtungsverfahren

Verlag Karl Alber

Der Verlag Karl Alber ist einer der führenden deutschen philosophischen Fachverlage mit Schwerpunkten in der praktischen Philosophie, in Philosophiegeschichte und in der Phänomenologie. Das Programm umfasst Werke namhafter Professoren und bekannter Philosophen. Neben zahlreichen Einzelveröffentlichungen entstehen im Verlag Karl Alber vielfältige Buchreihen und Jahrbücher mit traditionellen, aber auch aktuellen Schwerpunkten.


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Geschichte

1910 bis 1950

Karl Alber, Inhaber der Dorn'schen Buchhandlung in Ravensburg, gründet 1910 den Bodenseeverlag Karl Alber und veröffentlicht zunächst Kunstdrucke, Radierungen, Reisebücher und Postkarten. Der Verlag Herder in Freiburg i. Br. übernimmt 1939 nach dem Tod von Karl Alber den Verlag, um dort seine profane Literatur zu veröffentlichen, was dem konfessionellen Verlag durch die Gesetzgebung der Nationalsozialisten verwehrt ist. 1939 gründet der Verlag Karl Alber die Zweigniederlassung in München und beginnt mit der Herausgabe belletristischer Literatur.

Unter Leitung von Johannes Harling spezialisiert sich der Verlag nach dem Zweiten Weltkrieg auf schöngeistige und wissenschaftliche Literatur. Als eines der ersten Bücher erscheint 1946 „Der SS-Staat“ von Eugen Kogon. Im belletristischen Programm erscheinen Werke u. a. von Werner Bergengruen, Alfred Döblin und Reinhold Schneider.

Karl Alber (1873-1934)Eugen Kogon: Der SS-Staat (1946)Alfred Döblin: Karl und Rosa (1950)

1950 bis 1969

1950 beginnt die Spezialisierung zum geisteswissenschaftlichen Verlag mit stark historischer Ausrichtung, wofür besonders die Reihe „Orbis academicus" und das Jahrbuch „Saeculum" stehen. Die Görres-Gesellschaft vertraut Alber 1951 das „Historische Jahrbuch“ und 1953 das „Philosophische Jahrbuch“ an. Ab 1958 erscheint die Reihe „Symposion“; die Autoren der ersten Bände sind Michael Theunissen, Ernst Tugendhat, Karlfried Gründer und Odo Marquard.

Verlag Karl Alber: Programm von 1956

1969 bis 1994

Von 1969 bis 1994 entwickelt sich der Verlag Karl Alber unter der Leitung von Meinolf Wewel zu einem der führenden Verlage der Gegenwartsphilosophie. Unter Wewel werden verschiedene philosophische Reihen begründet, wovon besonders die orangene „Alber-Reihe Philosophie", „Fermenta philosophica“, und „Praktische Philosophie“ hervorzuheben sind. Die Schwerpunkte des Verlagsprogramms liegen in der Philosophie der Gegenwart, der Philosophiegeschichte wie auch im Bereich der Phänomenologie. Wichtige Autoren des Verlags sind neben vielen anderen Emmanuel Lévinas, Otto Pöggeler und Heinrich Rombach.

Meinolf Wewel

1995 bis 2000

Der neue Verlagsleiter Falk Redecker erweitert das Programm des Verlags u. a. um die Reihen „Phänomenologie. Texte und Kontexte“, „Alber-Texte Philosophie“ und „Alber Thesen“. Wie in den Jahrzehnten zuvor werden viele junge Alber-Autoren auf Professuren berufen. Der Verlag erhält auch sein neues Logo, das Alber-A.

Das Signet des Verlags Karl Alber

2002 bis heute

Nach einer einjährigen Vakanz in der Verlagsleitung wird der Verlag mit einem neuen Team weitergeführt. Das bisherige Verlagsprogramm wird ausgebaut. Neben drei Jahrbüchern („Heidegger-Jahrbuch“, „Rosenzweig-Jahrbuch“ und „psycho--logik“) zählen zu den wichtigsten neubegründeten Reihen „Angewandte Ethik“, „Ethik in den Biowissenschaften“, „Lebenswissenschaften im Dialog“, „Neue Phänomenologie“, „Scientia & Religio“ und „Seele, Existenz und Leben“. Außerdem erscheinen bei Alber die Festschrift der Freiburger Universität, die Gesamtausgabe von Eugen Fink und eine Ausgabe der Briefe von und an Martin Heidegger.

Verlag Karl Alber: Philosophische Reihen

Hinweise für Autoren und zu Begutachtungsverfahren

Bitte beachten Sie als Autor unsere Richtlinien zur Erstellung eines ManuskriptsBei der Erstellung eines Registers hilft Ihnen unsere AnleitungUnser Merkblatt zur Verwendung griechischer Zeichen unterstützt Sie bei der Eingabe griechischer Fachbegriffe.

Begutachtungsverfahren

Im Verlag Karl Alber erscheinen zurzeit 38 Buchreihen und Jahrbücher. Der Großteil wird von Herausgebern verantwortet, denen auch die Prüfung und Annahme von Manuskripten unterliegt. Dabei gibt es verschiedene Begutachtungsmodelle, die wir an dieser Stelle transparent machen wollen.

I. Jahrbücher

Beim Philosophischen Jahrbuch werden die angebotenen Beiträge in anonymisierter Form zweifach und voneinander unabhängig durch sachlich besonders zuständige Mitglieder unseres fachlich weit aufgefächerten und international hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Beirats begutachtet. Bei gegensätzlichen Voten wird ein drittes und entscheidendes Gutachten unter Vorlage des Beitrags und beider Vorgutachten eingeholt. In Ausnahmefällen werden bei Bedarf auch Spezialisten außerhalb des Beirats zu Rate gezogen.
Spezifische Monita oder Anregungen zur Überarbeitung durch die Gutachter werden in neutralisierter Form von der Redaktion an die Autoren weitergegeben mit der Bitte um entsprechende Korrektur oder Ergänzung.
Wurde ein Beitrag dementsprechend ablehnend oder nur bedingt zur Annahme empfohlen wird er, falls eine überarbeitete und verbesserte Version eingereicht wird, dem kritischen Gutachter noch einmal zur Prüfung vorgelegt.
Rezensionen werden nach üblichen Standards von der Redaktion und in problematischen Fällen vom geschäftsführenden Herausgeber auf ihre faire und wissenschaftlichen Maßstäben entsprechende Machart hin überprüft.

Für alle eingereichten Beiträge der Schelling-Studien wird ein klassisches double blind peer review durch zwei ausgewiesene Fachleute (meist Mitglieder des Beirats der Zeitschrift) durchgeführt. Die letzte Entscheidung über Aufnahme und ggf. Modifikationen liegt bei den Herausgebern. Bei eingeladenen Beiträgen (z.B. teilweise Rezensionen oder Editionen) wird das review von den Herausgebern intern durchgeführt.

Doppelt blind begutachtet werden auch die Beiträge für das E-Journal Confluence:

Every article is first assessed by Confluence's editors. If they consider it suitable for publication in the journal, it is subjected to a double blind reviewing process in which identities of both author and referees are concealed. Editors' decisions on revisions before publication, acceptance, and rejection depend on the referees' reviews. Revised articles are reassessed by the editors and accepted for publication only if the editors unanimously agree that the revisions warrant publication.

Bei den Periodika Historisches Jahrbuch, Jahrbuch für Religionsphilosophie, psycho-logik und Rosenzweig-Jahrbuch werden die Beiträge von den Herausgebern begutachtet und einstimmig angenommen. Anregungen zur Überarbeitung werden von den Herausgebern an die Autoren weitergegeben.

Beim Heidegger-Jahrbuch werden Heidegger-Forscher eingeladen, einen Beitrag zu einem Themenband zu schreiben. Die Beiträge werden dann von den Jahrbuch-Herausgebern geprüft und bis zur Satzreife betreut.

II. Buchreihen

Die einstimmige Zustimmung nach der Begutachtung durch die Herausgeber ist erforderlich bei den Reihen Angewandte Ethik, Beiträge zur Schelling-Forschung, dia-logik, Eichstätter Beiträge zur Philosophie, Eichstätter Studien zur Philosophie, Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte, Freiburger Beiträge zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Friedenstheorien, Lebenswissenschaften im Dialog, Phänomenologie. Texte und Kontexte, Seele, Existenz und Leben, Schriftenreihe der DGAP, Scientia & Religio, Symposion und Whitehead Studien.

In den Reihen Musikphilosophie, Neue Phänomenologie, Physis und Praktische Philosophie werden Manuskripte von allen Herausgebern begutachtet, über die Aufnahme wird mehrheitlich entschieden.

Bei allen oben genannten Reihen geben die Herausgeber den Autoren von angenommenen Monographien oder Beiträgen kritische Rückmeldung und begleiten die Überarbeitung bis zur Satzreife oder Drucklegung.

Eingeladen, eine Monographie oder einen Beitrag zu verfassen, werden Philosophen, die sich aufgrund ihrer früheren Veröffentlichung besonders dafür qualifiziert haben, in den Reihen Ethik in den Biowissenschaften – sachstandsberichte des drze, Kosmopolis, IQ – Interpretationen und Quellen und Grenzfragen. Die Herausgeber begleiten das Buch bis zur Abgabe an den Verlag und geben den Autoren Hinweise zur Überarbeitung.

Bei den Einzelpublikationen und Verlagsreihen (Alber-Reihe Philosophie, Alber Thesen, Fermenta Philosophica, Pädagogik und Philosophie, Welten der Philosophie) nimmt der Verlagsleiter (dieser ist seit der Aufnahme des Studiums der Philosophie 1980 ununterbrochen universitär und im Verlag mit philosophischen Büchern befasst) die erste Prüfung vor. Danach werden über die vorliegenden universitären Gutachten hinaus nach Bedarf bis zu zwei Gutachten von Autoren des Verlags und Mitgliedern der wissenschaftlichen Beiräte erstellt.

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