Karl Alber Preis des Philosophischen Jahrbuchs

Gemeinsam mit den Herausgebern des Philosophischen Jahrbuchs wird der Karl Alber Preis für eine herausragende und bislang unveröffentlichte Dissertation oder Habilitationsschrift aus dem Bereich der Philosophie vergeben.

Ausschreibung

Der Preis ist dotiert mit einer für den Autor kostenfreien Publikation der Arbeit beim Verlag Karl Alber. Die Jury besteht aus den Herausgebern des Philosophischen Jahrbuchs. Die Entscheidung über die Preisvergabe wird bei den Tagungen der Görres-Gesellschaft im Herbst jeden Jahres getroffen. Im jeweils darauffolgenden Herbst soll die Preisträgerin/der Preisträger die ausgezeichnete Arbeit ebenfalls im Rahmen dieser Tagung vorstellen.

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Preisträgerin 2021

Larissa Berger

In der preisgekrönten Arbeit von Larissa Berger mit dem Titel "Kants Philosophie des Schönen" wird eine Analyse und Rekonstruktion des Kantischen Texts Analytik des Schönen entwickelt. Mittels der Methode der kommentarischen Interpretation wird eine sehr textnahe und detaillierte, zugleich aber analytisch-argumentative Interpretation der Kantischen Schönheitstheorie entwickelt. Dazu werden Kants Thesen, Definitionen und Argumente klar analysiert und rekonstruiert, sodass die Theorie insgesamt verständlicher und damit auch anschlussfähiger für aktuelle Debatten wird. Das Resultat ist ein umfassender Kommentar, der entweder in Gänze oder als eine Art kommentierendes Nachschlagewerk für einzelne Paragraphen, Begriffe und Thesen genutzt werden kann.

Dr. des. Larissa Berger studierte Philosophie und Musik an der Universität Siegen, wo sie auch 2019 mit einer Arbeit zu Kants Philosophie des Schönen promovierte. Derzeit ist sie Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover und arbeitet zum Thema der moralischen Wahrnehmung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kantforschung, der Ästhetik, der Metaethik und der Philosophie der Wahrnehmung. Ein Auslandsaufenthalt führte sie an die Northwestern University (Illinois). Gemeinsam mit Elke E. Schmidt ist sie Herausgeberin des Kleinen Kant-Lexikons (utb, 2018).

Preisträgerinnen und Preisträger (seit 2005)

Martin Palauneck, Gescheiterte Tugend. Hegels Kritik des aristotelischen Politikverständnisses in seiner Darstellung der griechischen Stadtstaaten

Donata Romizi: Dem wissenschaftlichen Determinismus auf der Spur. Von der klassischen Mechanik zur Entstehung der Quantenphysik

Markus Wirtz: Religiöse Vernunft. Glauben und Wissen in interkultureller Perspektive

Patgrick Zoll: Perfektionistischer Liberalismus. Warum Neutralität ein falsches Ideal in der Politikbegründung ist

Dirk Franken: Das Wesen des Erscheinens. Eine Untersuchung über phänomenales Bewusstsein und die Intentionalität der Erfahrung

Mark Schweda: Entzweiung und Kompensation. Joachim Ritters philosophische Theorie der modernen Welt

Silke Wulf: Zeit der Musik. Vom Hören der Wahrheit in Augustinus' De Musica

Enrico Sperfeld: Arbeit als Gespräch. Józef Tischners Ethik der Solidarnosc

Barbara Muraca: Denken im Grenzgebiet. Prozessphilosophische Grundlagen eienr Theorie starker Nachhaltigkeit

Daniel von Wachter: Die kausale Struktur der Welt. Eine philosophische Untersuchung über Verursachung, Naturgesetze, freie Handlungen, Möglichkeit und Gottes Wirken in der Welt

Peter Heuer: Art, Gattung, System. Eine logisch-systematische Analyse biologischer Grundbegriffe

Boris Hennig: "Conscientia" bei Descartes

Caroline Sommerfeld-Lethen: Wie moralisch werden? Kants moralische Ethik