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19. August 2019

Wolfgang Brenner_Das deutsche Datum

Wegmarken der deutschen Geschichte

Eine spannende und fundierte Zeitreise von Journalist und Autor Wolfgang Brenner

Der 9. November 1938 steht für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, für jenen Tag, als landesweit organisierte Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung eine neue Dimension erreichten. Im Gegensatz dazu wird der 9. November 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer zum glücklichsten Moment der Deutschen, zum hoffnungsvollen Wendepunkt der internationalen Beziehungen. Diese und drei weitere historische Ereignisse bilden das Zentrum von Wolfgang Brenners neuem Buch Das deutsche Datum – Der neunte November.

Am Anfang steht die Novemberrevolution, der Beginn einer zerstörerischen Zeitrechnung. Wie in einer Reportage berichtet Brenner von den Ereignissen des 9. November 1918, die dazu führen, dass der SPD-Politiker Philipp Scheidemann in Berlin die Republik ausruft. Den fortan eingeschlagenen Weg von der Monarchie zur parlamentarischen Demokratie versucht auf den Tag genau fünf Jahre später der Hitlerputsch in München zunichte zu machen. Am Vorabend des 9. November 1939 scheitert schließlich der schwäbische Handwerker Georg Elser mit seinem Bomben-Attentat auf Adolf Hitler und einen Großteil der nationalsozialistischen Führung.

Wolfgang Brenner verknüpft die verschiedenen 9. November zu einer stimmigen Erzählung. Diese konzentriert sich zwar auf Deutschland in den Jahren 1918 bis 1989 – bezieht aber auch die aktuelle Diskussion um den Brexit ein, die ebenfalls im Zusammenhang mit einem neunten November steht. Am Ende wagt Brenner einen Ausblick auf zukünftige schicksalhafte Daten. Um für sie besser gewappnet zu sein, plädiert er leidenschaftlich dafür, aus der Vergangenheit zu lernen und die eigene politische Perspektive keinesfalls auf die Linien deutscher Geschichte zu beschränken.

Wolfgang Brenner, geb. 1954 im Saarland, studierte Germanistik und Philosophie in Trier und Berlin. Seit 1990 lebt er als freier Journalist im Hunsrück und in Berlin. Über 17 Jahre erschienen seine Schmalenbach-Kolumnen in der Sonntagsausgabe der FAZ. Neben seiner journalistischen Tätigkeit u. a. für die Süddeutsche Zeitung, den Berliner Tagesspiegel und den Rheinischen Merkur schrieb Brenner Romane, Heimatkrimis, Hörspiele und TV-Drehbücher. 2018 wurde er für Zwischen Ende und Anfang: Nachkriegsjahre in Deutschland mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis für herausragendes historisches Erzählen ausgezeichnet.

Buch

Das deutsche Datum

Der neunte November

  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2019
  • Gebunden mit Schutzumschlag
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-451-38475-2
  • Bestellnummer: P384750

Autor/in

Brenner, Wolfgang

Wolfgang Brenner

Journalist, Autor

Wolfgang Brenner, geb. 1954, hat Germanistik und Philosophie studiert und arbeitet als Journalist, Autor und Filmemacher in Berlin und im Hunsrück; journalistische Tätigkeit für "Die Zeit", "Stern", "Taz", "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", "Rheinischer Merkur" u. a. Er ist ein erfolgreicher Autor zahlreicher Kriminalromane und Sachbücher. Zuletzt erschien von ihm bei Herder: „Die ersten hundert Tage. Reportagen vom deutsch-deutschen Neuanfang“. 2018 wurde Wolfgang Brenner mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis für herausragendes historisches Erzählen ausgezeichnet.

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