15. Juli. 2019
Gerhard Müller_Römische Begegnungen

Gerhard Kardinal Müller bedenkt in seinem neuen Buch das katholische Rom und den Weg der katholischen Kirche in die Zukunft. Er erzählt von Begegnungen und Gesprächen mit Bischöfen, Priestern, Politikern und Journalisten. Die Texte sind Beiträge zur Moderne-Kritik der Kirche, sie verdeutlichen das katholische Glaubensgut aus der Perspektive des Kardinals.

von Gerhard Kardinal Müller

Einblicke ins Zentrum der katholischen Kirche

Kardinal Müller zur innerkirchlichen Diskussion und zu den führenden Strömungen  

 

„Der Papst ist immer noch der Nachfolger Petri. Wie oft schon sind uns die antirömischen Vorurteile und die Stereotypen um die Ohren geschlagen worden, mit denen Historienmaler den Leuten die Phantasie verderben und woran öffentliche Meinungsbildner gut verdienen. Als Seelsorger weiß er [der Kardinal] genug um die menschlichen Schwächen auch der Gottesmänner und Kirchendiener. Aber man muss die Leute auch warnen vor der billigen Polemik, die wie der Dreck vor einer Kehrmaschine immer voran geschoben wird. Die Hetze gegen die Kirche ist die Bugwelle des Unglaubens.“

 

Gerhard Kardinal Müller sinniert in seinem neuen Buch Römische Begegnungen über das Leben in Rom, dem Zentrum der katholischen Kirche, und über den Weg der katholischen Kirche in die Zukunft. In recht persönlicher Weise schildert er seine Gedanken beim Schlendern durch die Ewige Stadt und erzählt von verschiedenen Begegnungen und Gesprächen mit Bischöfen, Priestern, Politikern, Marxisten, Ordensschwestern, Philosophen und Journalisten. Das Besondere: Kardinal Müller schreibt hier in der dritten Person Einzahl über den Kardinal und nimmt sich als Person damit selbst zurück.

Müller zeichnet nicht nur den Alltag eines Kardinals in Rom nach, sondern nutzt die fiktiven Begegnungen und Dialoge auch, um verschiedene innerkirchliche Themen und Strömungen zu diskutieren. Die einzelnen Gesprächspartner agieren dabei als Negativ des Kardinals, von dem er sich absetzt. Seine Antworten verdeutlichen seine kritische Positionierung gegenüber der Moderne, sie inszenieren den Kardinal als Verteidiger des katholischen Glaubensgutes und als Kämpfer für die von Feinden umringte Kirche. Kardinal Müller zeigt, wie Katholikinnen und Katholiken in den Auseinandersetzungen der Moderne sprachfähig bleiben können.

In Römische Begegnungen verfasst er damit eine besondere Form der Darlegung des Glaubens und eine vernunftbegründete Erklärung des Christentums. Entstanden ist ein sehr persönliches und zugleich theologisch pointiertes Buch, das mit Humor und Selbstironie auch den Auftrag zur Verkündigung umsetzt.

 

Gerhard Kardinal Müller, geb. 1947, 1986–2002 Professor für Dogmatik an der Universität München; 2002–2012 Bischof von Regensburg; ehemaliger Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz; seit 2012 Erzbischof, seit 2014 Kardinal; 2012–2017 Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre sowie Präsident der Päpstlichen Bibelkommission, der Inter­nationalen Theologischen Kommission und der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei in Rom.

Müller, Gerhard Kardinal

Müller, Gerhard Kardinal

Kurienkardinal

Römische Begegnungen
Gerhard Kardinal Müller (Autor/in)
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