15. Oktober. 2018
Eugen Drewermann_Gestalten des Bösen

Woher kommt das Böse? Dieser Frage geht Eugen Drewermann nach, blickt in die Geschichte und kommt am Ende bei der Gestalt an, die seit Jahrhunderten eine Antwort war: der Teufel. Er analysiert die Figur des Teufels und zeigt, weshalb der Teufelsglaube eine Projektion ist und was wir gewinnen, wenn wir ihn als überholtes Relikt betrachten und den Menschen so die Angst nehmen, die letztlich die Quelle des Leids ist.

Woher der Glaube an den Teufel kommt – und wie wir ihn loswerden  
Eine tiefgehende Analyse mit befreiender Botschaft von Eugen Drewermann

Das Leid ist der Fels des Atheismus, hat Georg Büchner einmal geschrieben. Und tatsächlich, angesichts der Gewalt und Katastrophen in der Welt bleiben oft nur Wut, Verzweiflung und vor allem die Frage: Woher kommt das Böse? Dieser Frage geht Eugen Drewermann nach, blickt in die Geschichte und kommt am Ende bei der Gestalt an, die seit Jahrhunderten eine Antwort war: der Teufel.  

In seinem neuen Buch Gestalten des Bösen analysiert er die Figur des Teufels und den Glauben an ihn. Denn laut einer Umfrage glauben ein Drittel der in Deutschland lebenden Menschen an den leibhaftigen Teufel als Verkörperung des Bösen. Scharfsinnig und kenntnisreich zeichnet Drewermann im Gespräch mit dem Journalisten Jörg-Dieter Kogel die Geschichte und Ursprünge der Gestalt des Teufels nach: Seine fulminante und erstaunliche Analyse führt ihn von der persischen Mythologie über das Alte Testament, den Koran, die Hexenverfolgungen bis hin zu Shakespeares Macbeth und dem 11. September. Mit seinem Buch will er jedoch nicht nur aufklären, sondern auch befreien, denn Drewermann ist überzeugt: Wenn wir die Erlösungsbotschaft ernst nehmen, brauchen wir keine Höllendrohung und keinen Teufel mehr. 

Denn der Teufelsglaube ist nur eine Projektion. Wenn wir ihn als überholtes Relikt betrachten und das Böse »überlieben«, können wir den Menschen die Angst nehmen, die letztlich die Quelle des Leids ist. „Wenn das gilt, haben wir die zentral christliche Lösung in der Botschaft Jesu. Man überwindet das Böse durch Güte, man heilt es durch Verstehen und wertet das Nichtigkeitsgefühl des anderen so weit um, dass er zu glauben beginnt, er verdanke in seinem Dasein sich einer Macht, die möchte, dass er ist. Man gibt ihm den Himmel als eine väterliche Macht in seine Seele zurück“, so Drewermann. Eine scharfsinnige Analyse mit befreiender Botschaft – originell überraschend und unbequem.
 
Eugen Drewermann, Dr., Jg. 1940, zählt zu den bekanntesten Theologen und Psychoanalytikern der Gegenwart. Er ist Autor zahlreicher Bücher und gefragter Referent zu Fragen von Religion, Bibelauslegung und Psychoanalyse. Er lebt in Paderborn.
Jörg-Dieter Kogel ist Journalist und Rundfunkredakteur. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und arbeitete ab 1983 bei Radio Bremen sowie von 2003 bis 2016 als Programmleiter des Nordwestradios.

Gestalten des Bösen. Der Teufel – ein theologisches Relikt
Der Teufel – ein theologisches Relikt
Eugen Drewermann (Autor/in)
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