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02. Oktober. 2018
Dresden 1919_Freya Klier

Die Meisterin der Atmosphäre ist zurück: Freya Klier verfolgt in ihrem neuen Buch wie mit einer Lupe die brodelnde Lage nach dem Epochenbruch des Weltkriegs und der deutschen Kapitulation. Dresden dient ihr als Stellvertreter der Gesellschaft und macht Geschichte erlebbar, greifbar, persönlich.

Kaleidoskop eines Epochenbruchs          

Die Meisterin der Atmosphäre ist zurück: Freya Klier verfolgt in ihrem neuen Buch wie mit einer Lupe die brodelnde Lage nach dem Epochenbruch des Weltkriegs und der deutschen Kapitulation. Dresden dient ihr als Stellvertreter der Gesellschaft und macht Geschichte erlebbar, greifbar, persönlich. Mit zahlreichen Auszügen aus historischen Dokumenten und persönlichen Erinnerungen erschafft Freya Klier das Panorama einer Epoche, in der Demokratie und Freiheit gewagt werden und zugleich ständig gefährdet sind. Wie emotional aufgeladen die Situation damals war, zeigt Klier etwa mit der Rekonstruktion des beinahe vergessenen „Blutigen Sonnabends“: Am 12. April 1919 wurde der für das Militärwesen zuständige SPD-Minister Gustav Neuring von einem Mob schwer misshandelt und ermordet – maßgeblich verantwortet von linksextremen Kräften. So spiegeln sich die Konflikte zwischen Aufbruch und Beharrung wider, die ganz Deutschland prägen. Und doch ist in Dresden einiges anders als in München, Berlin oder Köln: Revolution und Ausrufung des Freistaats verlaufen fast friedlich, die Freikorps sind längst nicht so brutal wie im Ruhrgebiet oder in Bayern, Dresden wird zu einem Zentrum der Reformpädagogik. Freya Klier gliedert ihr Buch chronologisch in Monatskapitel, die vom Oktober 1918 bis zum März 1920 reichen. Sie folgt darin Persönlichkeiten wie Otto Dix und Oskar Kokoschka, der Malerin Elfriede Lohse-Wächter, Erich Kästner oder den ersten drei weiblichen Abgeordneten der sächsischen Volkskammer. Die weiteren Lebenswege ihrer Protagonisten skizziert sie am Schluss des Buches. „Dresden 1919“ ist lebendig erzählte deutsche Geschichte – und stellt uns vor die Frage, ob wir heute, beinahe einhundert Jahre später, nicht in einer ähnlichen Situation wie die Menschen damals sind.  

Freya Klier, geb. 1950 in Dresden, arbeitete als Schauspielerin und Theaterregisseurin, 1980 war sie Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. 1988 wurde sie zusammen mit anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert; seitdem Arbeit als Regisseurin und Autorin. Freya Klier hat viele Preise und Ehrungen erfahren, unter anderem erhielt sie das Bundesverdienstkreuz (2012). 2016 wurde ihr der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Zuletzt bei Herder erschienen: "Wir letzten Kinder Ostpreußens. Zeugen einer vergessenen Generation" (2014).

Dresden 1919. Die Geburt einer neuen Epoche
Die Geburt einer neuen Epoche
Freya Klier (Autor)
Gebundene Ausgabe
26,00 €
Erscheint am 02.10.2018, jetzt vorbestellen
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