15. Juni. 2018
Claudia Keller / Stefan Orth (Hg.)_Und jetzt?

Das Reformationsjubiläum wurde mit überraschenden ökumenischen Akzenten gefeiert, deshalb aber auch kritisiert. Doch welche Schritte auf dem Weg zu mehr »sichtbarer Einheit« müssen Katholiken und Protestanten jetzt unternehmen? Darauf geben katholische und evangelische Theologen im neuen Band der Edition Herder Korrespondenz Antworten, die Hoffnung machen, zum Weiterdenken anregen und Fragezeichen setzen.

Wie geht es weiter mit der Ökumene?  

Im vergangenen Jahr des Reformationsjubiläums hat es deutliche Anzeichen der Annäherung der beiden großen Kirchen gegeben. Inzwischen wird heftig um die Handreichung der deutschen Bischöfe zum Kommunionempfang evangelischer Ehepartner gestritten. Nur ein Thema des neuen Bandes der Edition Herder Korrespondenz. Zahlreiche prominente katholische und evange­lische Theologen zeigen in Und jetzt? – Ökumene nach dem Reformationsjubiläum auf, welche Fragen jetzt beantwortet werden müssen, um auf dem Weg zur „sichtbaren“ Einheit weiter voranzukommen.  

Neben Kardinal Rainer Maria Woelki kritisiert auch der evangelische Theologe Ulrich H. J. Körtner die ökumenische Ausrichtung des Jubiläums. Er vermisst ein klares Bekenntnis der Protestanten dazu, was sie unter Kirche verstehen. Wenn die Lösung darin bestehen sollte, „theologische Kompromissformeln zu suchen, die das katholische Hochgebet als gut evangelisch verkaufen wollen, dann wäre das für mich (…) ein glatter Etikettenschwindel“, so Körtner mit Blick auf die Zulassung von evangelischen Ehepartnern zur Kommunion.  

Die katholische Theologin Dorothea Sattler wiederum kritisiert, dass das ökumenisch Erreichte von Kardinal Woelki nur verzerrt wiedergegeben werde. Kardinal Walter Kasper, der frühere Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, skizziert in seinem Beitrag ausgehend vom gewandelten Blick auf Martin Luther die notwendigen nächsten ökumenischen Schritte. Martin Junge, der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, fordert ausgehend von den gemeinsamen Herausforderungen „neue Zugänge“ zu den wohlbekannten Themen des ökume­nischen Dialogs wie etwa dem unterschiedlichen Kirchen- und Amtsverständnis. Und der katho­lische Theologe Thomas Söding weist seinerseits darauf hin, dass die katholische Kirche an keiner anderen Stelle „dogmatisch so streng“ sei wie im Verhältnis zum Protestantismus.  

Mit Beiträgen von: Wolfgang Huber, Martin Junge, Kardinal Walter Kasper, Peter Knauer SJ, Ulrich Körtner, Dorothea Sattler, Thomas Söding, Kardinal Rainer Maria Woelki u.a.

Orth, Stefan

Orth, Stefan

stellv. Chefredakteur der Herder Korrespondenz

Keller, Claudia

Keller, Claudia

Journalistin

Huber, Wolfgang

Huber, Wolfgang

Ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD

Kasper, Walter

Kasper, Walter

Kurienkardinal emeritiert

Knauer, Peter

Knauer, Peter

Fundamentaltheologe

Körtner, Ulrich H. J.

Körtner, Ulrich H. J.

Systematischer Theologe

Sattler, Dorothea

Sattler, Dorothea

Theologin

Söding, Thomas

Söding, Thomas

Neutestamentler

Woelki, Rainer Maria

Woelki, Rainer Maria

Erzbischof von Köln

Und jetzt? Ökumene nach dem Reformationsjubiläum
Ökumene nach dem Reformationsjubiläum
Stefan Orth (Herausgeber/in), Claudia Keller (Herausgeber/in)
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