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20. August. 2018
Christoph von Marschall_Wir verstehen die Welt nicht mehr

Deutschlands Außenpolitik ist handlungsunwillig und belügt sich selbst über diese Schwäche hinweg. Von außen betrachtet ist es ganz klar: „Wir verstehen die Welt nicht mehr“ - ein diplomatischer Korrespondent zeigt auf, wie sich das ändern könnte.

Als viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist Deutschlands internationaler Einfluss unbestritten. Aber wie groß ist dieser Einfluss wirklich? Werden wir zunehmend blind für die Bedürfnisse und Ängste unserer Nachbarn und globaler Partner? Das sind Fragen, die den Redakteur und US-Korrespondenten des Berliner Tagesspiegels Christoph von Marschall umtreiben. Im Rahmen eines zehnmonatigen Forschungsprojekts hat der promovierte Historiker Fakten sortiert, recherchiert und Interviews geführt. Er kommt zu einem gleichsam ernüchternden wie aufrüttelnden Ergebnis… Von Marschall beginnt im Frühjahr 2018, mit der Speisekarte zu einer festlichen Bundesverdienstkreuz-Verleihung im Schloss Bellevue und der darauf zu findenden Pastinakencreme im Maultaschenteig. Es folgt die Beschreibung eines Besuchs von Angela Merkel in der Deutschen Botschaft in Washington im April und den irritierenden Zwischentönen. Von solchen Sittengemälden schlägt Marschall einen Bogen zur historischen Analyse, bewegt sich zurück in der Zeit, bis in die Jahre 1989/1990 als Francis Fukuyama in dem Ende der Ost-West-Spaltung des europäischen Kontinents ein Ende der Geschichte erkannte. Für Marschall begann Deutschland schon damals den Anschluss an die Geschichte zu verlieren und sich von seinen „Freunden zu entfremden“. In klassischer Oberlehrerhaltung gebe man sich seither der Vorstellung hin, dass nun „alle so werden, wie wir“. Zugleich verkauften wir routinemäßig Lösungen als „europäisch“, die vor allem dem eigenen Nutzen dienen. „Wie europäisch sind wir?“ „Wie transatlantisch sind wir?“ „Was erwartet man von uns?“ In fünf großen Kapiteln geht Marschall diesen Fragen nach und fordert am Ende seines hoch aktuellen Brandbriefes „zu handeln, statt zu predigen“. Wir müssen, sagt Marschall, unser Verhältnis zu Europa und den USA erneuern um wieder global handlungsfähig zu werden.   

Christoph von Marschall ist promovierter Historiker und preisgekrönter Journalist. Seit 2005 berichtet er als Korrespondent für den Berliner „Tagesspiegel“ aus Washington. Seine Biografie „Barack Obama. Der Schwarze Kennedy“, ist ein Bestseller. Er ist der bisher einzige deutsche Journalist, dem Barack Obama ein Interview gegeben hat.


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