Anzeige: Michael Wolffsohn -  Nie wieder? Schon wieder! Alter und neuer Antisemitismus
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Über diese Ausgabe

Artikel

  • Gratis S. 323-331

    Das Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils

    Redaktion und Leserschaft der „Stimmen der Zeit“ trauern um Wolfgang Seibel SJ, der 95-jährig am 17. März 2024 in München verstarb. Er war seit 1956 Mitarbeiter der Redaktion dieser Zeitschrift und von 1966 bis 1998 deren Chefredakteur. 1968 gründete er im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz das Münchner „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses“ (ifp), deren Leiter er bis 1991 blieb. Wolfgang Seibel wirkte Großes vor allem in der Vermittlung des Zweiten Vatikanischen Konzils in den deutschen Sprachraum. Den hier abgedruckten, bisher unveröffentlichten Vortrag hielt er am 23. April 2009 in Fulda. Der (gekürzte) Text gibt Grundanliegen seines Denkens und seiner Arbeit wieder – sie sind von bleibender Aktualität.

  • Caspar David Friedrich (1774-1840), Der Mönch am Meer, 1808-1810, Öl auf Leinwand, 110 x 171,5 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, © bpk / Nationalgalerie, SMB / Andreas Kilger.
    Plus S. 333-345

    Caspar David FriedrichKunst für eine neue Zeit

    Der Maler Caspar David Friedrich (1774-1840) wird in diesem Jahr zu seinem 250. Geburtstag mit großen Ausstellungen gefeiert. Friedhelm Mennekes SJ, Theologe und Kunstverständiger, besuchte die Vernissage in der Hamburger Kunsthalle und schildert seine Eindrücke. Er zeigt die Größe Friedrichs als romantisch-religiöser Künstler auf. Um alle besprochenen Bilder sehen zu können, melden Sie sich bitte mit ihrem Herder-Nutzerkonto an, damit Sie die PDF herunterladen können.

  • Plus S. 346-352

    Wir amüsieren uns zu TodeVon der Sucht in den Abgrund

    Die zunehmende Einsamkeit in modernen Industrieländern führt vermehrt zu Depressionen, die wiederum häufig mit Suchtverhalten nach Rauschmitteln und uferlosem Medienkonsum beantwortet werden. Georg Maria Roers SJ, Kunstbeauftragter im Erzbistum Berlin, zeigt anhand von aktuellen Filmen und Romanen, wie sich die kapitalistische liberale und hedonistisch ausgerichtete Gesellschaft systematisch selber zerstört. Die gesellschaftliche Herausforderung, den rechten Umgang mit Einsamkeit und Depressionen auszuloten, ist allerdings ein schon in der Antike bekanntes Phänomen.

  • Plus S. 353-363

    "Lass gut sein, was ist!"Adolf Muschgs lebensstaunendes Alterswerk

    Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg, der am 13. Mai seinen 90. Geburtsgag feiert, schreibt in seinem jüngsten Roman: „Das einzige, was kein Ende nimmt, ist die Endlichkeit“. In seinem Werk bearbeitet er häufig Fragen rund um den Tod und verbindet Phantastisches und Reales mit Märchendichtung, Kirchenlied und Poesie. Als auch naturwissenschaftlich faszinierter Autor schreibt er Goethes Naturfrömmigkeit angesichts heutiger Teilchenphysik und Evolutionsbiologie fort. Christoph Gellner, Universitätsdozent und Leiter des Theologisch-pastoralen Bildungsinstituts der deutschschweizerischen Bistümer in Zürich, stellt eine Auswahl bezeichnender Romane Adolf Muschgs vor.

  • Plus S. 365-375

    Die Grenzen künstlicher Sprachen

    Bedroht Künstliche Intelligenz den menschlichen Primat sprachlicher Rationalität? Was würde es für das anthropologische Selbstverständnis bedeuten, wenn Chatbots bald so souverän mit Sprache umzugehen scheinen wie der Mensch? Jan Juhani Steinmann, Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Wien und an der LMU München, gibt Entwarnung: Mindestens zehn Grenzen künstlicher Sprache macht er aus. Die Qualität und Praxis menschlicher Sprache könne nie in ihrer Quantifizierung und Funktionalisierung aufgehen. Dies weist auf die Lebendigkeit menschlicher Sprache hin, denn insofern der Mensch sprachlich denkt, spricht, erkennt und kreiert, tut er dies leiblich und stets innerhalb seiner ganzen Lebenswelt, einschließlich seines Bezugs zu Gott.

  • Plus S. 381-391

    Geheimnis der SoziallehreKardinal Michael Czerny SJ zu Ehren

    Am 26. Januar 2024 wurde der diesjährige Klaus-Hemmerle-Preis an Kardinal Michael Czerny SJ in Aachen überreicht – er wird undotiert alle zwei Jahre an Menschen verliehen, die sich wie der frühere Aachener Bischof Klaus Hemmerle als Brückenbauer in Kirche und Gesellschaft engagiert haben. Wir dokumentieren die Laudatio, die Johannes Wallacher, Professor und Präsident der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München, hielt; sie wurde für den Druck leicht überarbeitet.

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