Papst & Papsttum

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Der Papst leitet als Bischof von Rom die katholische Kirche und ist damit geistliches Oberhaupt von mehr als 1,2 Milliarden Menschen weltweit. Hier finden Sie Bücher von Papst Franziskus und seinen Vorgängern Benedikt XVI. und Johannes Paul II. Darüber hinaus liefert Ihnen der Verlag Herder informative Sachbücher zur Geschichte des Papsttums und rund um den Vatikan.

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Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen. Persönliche Gedanken von Johannes Paul II, Benedikt XVI. und Franziskus.

Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen.

Stefan von Kempis

Gebundene Ausgabe

20,00 €

Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen. Persönliche Gedanken von Johannes Paul II, Benedikt XVI. und Franziskus.

Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen

Johannes Paul II., Benedikt XVI., Franziskus (Papst), Stefan von Kempis

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Im Angesicht des Herrn. Gedanken über Freiheit, Hoffnung und Liebe

Im Angesicht des Herrn

Franziskus (Papst), Antonio Spadaro

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"Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!" Jahreslesebuch

"Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!"

Franziskus (Papst), Alina Rafaela Oehler

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"Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!" Jahreslesebuch

"Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!"

Franziskus (Papst), Alina Rafaela Oehler

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Im Angesicht des Herrn. Gedanken über Freiheit, Hoffnung und Liebe

Im Angesicht des Herrn

Franziskus (Papst), Antonio Spadaro

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Der Papst. Sendung und Auftrag

Der Papst

Gerhard Ludwig Müller

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Die Spaltung unter uns Christen ist ein Skandal!

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Gebundene Ausgabe

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Hoffnung und Auftrag. Die Reden Benedikts XVI. zur Politik

Hoffnung und Auftrag

Stephan Otto Horn, Wolfram Schmidt

Gebundene Ausgabe

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Hoffnung und Auftrag

Stephan Otto Horn, Wolfram Schmidt

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Der Papst. Sendung und Auftrag

Der Papst

Gerhard Ludwig Müller

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Alles Gute! Die schönsten Texte und Bilder von Papst Benedikt XVI.

Alles Gute!

Benedikt XVI., Simon Biallowons

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Der Papst. Sendung und Auftrag

Der Papst

Gerhard Ludwig Müller

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Konklave. Die Geheimnisse der Papstwahl

Konklave

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Barmherzigkeit und zärtliche Liebe. Das theologische Programm von Papst Franziskus

Barmherzigkeit und zärtliche Liebe

Kurt Appel, Jakob Helmut Deibl

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Franziskus unter Wölfen. Der Papst und seine Feinde

Franziskus unter Wölfen

Marco Politi

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Der Vatikan. Das Wichtigste über den kleinsten Staat der Welt

Der Vatikan

Jürgen Erbacher

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Jesus von Nazareth. 3 Bde., Ausgabe gebunden mit Schutzumschlag

Jesus von Nazareth

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Glaube - Wahrheit - Toleranz. Das Christentum und die Weltreligionen

Glaube - Wahrheit - Toleranz

Joseph Ratzinger

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Der Vatikan. Das Wichtigste über den kleinsten Staat der Welt

Der Vatikan

Jürgen Erbacher

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Papsttum heute

In der Neuzeit berühmt wurde das Erste Vatikanische Konzil, auf dem Papst Pius IX. 1870 die Bestätigung des päpstlichen Jurisdiktionsprimates sowie das „Unfehlbarkeitsdogma“ verkünden ließ. Johannes XXIII. berief dann am 25. Januar 1959 das Zweite Vatikanische Konzil ein. Dieses fand vom Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 statt, um „frischen Wind“ durch die Kirche wehen zu lassen und eine Anpassung an die Verhältnisse der Zeit („Aggiornamento“) zu erreichen. Inwiefern das erstens nötig war und zweitens wirklich geschehen ist, ist nach wie vor umstritten.

Theoretisch kann auch ein Laie Papst werden, Leo VIII. beispielsweise war kein Kleriker, als er 963 gewählt wurde. Heute kommt das nicht mehr vor, sondern der Papst stammt aus der Reihe der Kardinäle. Diese (Ausnahme sind Kardinäle, die das 80. Lebensjahr bereits vollendet haben) kommen zum Konklave zusammen, traditionell in der Sixtinischen Kapelle, um nach dem Tod oder dem Rücktritt eines Papstes den Nachfolger zu wählen. Für das Procedere gibt es strenge Regeln, beispielsweise gilt strenge Geheimhaltungspflicht. Ist ein Papst gewählt, verkündet weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle, dass eine Entscheidung gefallen ist.

Die Geschichte des Papsttums ist auch eine Geschichte der Rekorde. So gab es mit Urban VII. (15. September bis 27. September 1590) einen Papst, der nur 12 Tage im Amt war. Am längsten dagegen saß Pius IX. auf dem Stuhl Petri, insgesamt 31 Jahre und 8 Monate. Als erster deutscher Papst gilt Gregor V. (996 bis 999), als letzter Benedikt XVI. Er trat 2013 zurück und sorgte damit für den ersten freiwilligen Rücktritt seit mehr als einem halben Jahrtausend, zuletzt war Coelestin V. 1294 zurückgetreten. Sein Vorgänger, der polnische Papst Johannes Paul II., war 1978 im so genannten „Dreipäpstejahr“ gewählt worden. Er wurde auch als „Eiliger Vater“ bekannt, womit auf die unermüdliche Reisetätigkeit angespielt wurde. Johannes Paul II. globalisierte das Papsttum wie keiner vor ihm und versuchte auch politisch Einfluss zu nehmen.

Papst Franziskus ist ebenfalls beständig auf Reisen und stößt seit seiner Wahl am 13. März 2013 auf große Zustimmung. Zum Beispiel hat die Einberufung eines Heiligen Jahres, das 2016 in erster Linie dem Thema Barmherzigkeit gewidmet ist, positives Echo hervorgerufen.

Entstehung des Papsttums

Der Name „Papst“ leitet sich vom griechischen Wort für „Vater“ ab und war während der Anfänge des Christentums nicht ausschließlich für den Bischof von Rom reserviert, sondern wurde auch für andere Bischöfe benutzt. Für Katholiken ist der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus und Stellvertreter Christi auf Erden und steht als solcher an der Spitze der Kirche. Nach katholischer Zählweise gab es bislang 266 Päpste, der aktuelle ist Papst Franziskus, der als Kardinal Mario Bergoglio am 13. März 2013 gewählt wurde. Offizieller Amtssitz des Papstes ist der Vatikanstaat in Rom.

Petrus und das Primat des Papstes

Bereits in der Bibel wird Simon Petrus als „Sprecher der Zwölf“ bezeichnet. Nach katholischer Deutung hat Jesus selbst Petrus berufen: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt 16,18-19) Er gilt als erster Papst und soll 67 n. Chr. in Rom das Martyrium erlitten haben.

Darauf baut die Lehre vom Primat des Papstes auf, die im Gesetzbuch des Kirchenrechts, dem Codex Iuris Canonici, so beschrieben wird: „Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden; deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann.“ (CIC 331) Allerdings wird gerade heute immer wieder das Prinzip der Kollegialität mit allen Bischöfen betont, über das es heißt: „Der Papst steht bei Ausübung seines Amtes als oberster Hirte der Kirche stets in Gemeinschaft mit den übrigen Bischöfen, ja sogar mit der ganzen Kirche; er hat aber das Recht, entsprechend den Erfordernissen der Kirche darüber zu bestimmen, ob er dieses Amt persönlich oder im kollegialen Verbund ausübt.“ (CIC 333) Ehrentitel hat der Papst mehrere, am meisten wird „Heiliger Vater“ verwendet.

Der Sitz des Papstes und sein Amt

Bis zum Mittelalter war der Sitz des Papstes der Lateran in Rom. Die offizielle „Bischofskirche“ von Rom ist dementsprechend auch die Lateranbasilika und nicht der Petersdom. Seit 1871 residiert der Papst im Apostolischen Palast, wobei Papst Franziskus es derzeit vorzieht, im Gästehaus Santa Marta zu wohnen und nur seine Amtsgeschäfte im Apostolischen Palast zu erledigen. Völkerrechtlich ist der Vatikan als „Heiliger Stuhl“ ein anerkanntes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt, vertritt den Staat Vatikanstadt und unterhält als solcher auch zahlreiche diplomatische Beziehungen zu mehr als 180 Ländern.

Das Amt des Papstes war zu Beginn weniger klar definiert als heute. Spätestens ab dem 3. Jahrhundert allerdings begann sich eine Vorrangstellung des Bischofs von Rom herauszubilden, die allerdings von anderen christlichen Konfessionen nicht vollends anerkannt wird. Auf einem Höhepunkt seiner geistlichen wie weltlichen Macht war das Papsttum im 12. und 13. Jahrhundert, beispielsweise unter Innozenz III. (1198-1216). Später im Mittelalter geriet das Papsttum in eine Krise, es gab verschiedene Schismen. Ein Schisma bezeichnet die Trennung bzw. Spaltung einer Religion oder Konfession. Berühmt ist das „Abendländische Schisma“, während dessen es verschiedene Päpste gleichzeitig gab, zeitweise war der Papstsitz sogar in Avignon. Nach der Reformation folgte eine Phase, in der versucht wurde, mit Gegenreformen die katholische Kirche zu erneuern, aber auch den Einfluss des Papstes zu sichern.

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