• Klare Antworten auf die Fragen an Kirche heute
  • Das Buch zum Trendthema "Modern Believing"
  • Medial sehr präsent, zum Beispiel mit einer Videoreihe bei katholisch.de
  • Verlag Herder
  • 1. Auflage 2017
  • Gebunden mit Schutzumschlag
  • 192 Seiten
  • ISBN: 978-3-451-37845-4
  • Bestellnummer: P378455

Christian Olding spricht Klartext für Kirche und Glauben

Christian Olding gilt den einen als charismatischer Reformer und den anderen als dickköpfiger Rebell. Seine Gottesdienste sind Ereignisse und voller Überraschungen für Menschen jeder Altersgruppe, denn er polarisiert und inspiriert. Die Medien sprechen von ihm als Pop-Kaplan. Was ihn antreibt: Die Botschaft Christi verständlich und in moderner Weise zu vermitteln, mit Lasertechnik, Videosequenzen oder Predigten. Seichtes Geschwätz oder leere Floskeln sind ihm fremd, er findet Worte, die die Menschen verstehen und berühren. In diesem Buch erzählt Christian Olding seine eigene Geschichte. Sie ist nicht einzigartig, sondern eine von vielen, die davon erzählt, wie jemand seinen Weg mit Gott gesucht hat. Und dass sich dieser Weg lohnt. Im Klartext erzählt er von seinen Wunden, Verletzungen und Narben und um das Vertrauen, dass es Heilung und eine Zukunft gibt. Schonungslos offen spricht er vom Suizid seines Vaters und den Einfluss auf seinen Glauben, einfühlsam und leise wird er, wenn es um Hoffnung oder spirituelle Erlebnisse geht.

Seine Geschichten motivieren dazu, Vertrauen auf Gott zu setzen. Sie machen deutlich, wie Vertrauen geht: wer schwimmen lernen möchte, muss irgendwann ins Wasser springen. Dazu macht Olding Mut, den Sprung zu riskieren. Er bietet dafür seine Narben und wunden Punkte, weil sie glaubwürdig sind. Und er erzählt von dem Potenzial einer Gemeinschaft, die diesen Glauben miteinander teilt. Der Kaplan schreckt aber auch vor Kritik nicht zurück, zum Beispiel an der falschen Ausbildung von Priestern und am Narzissmus in der Kirche. Er zeigt, wie Kirche heute noch etwas zu sagen hat: mit überzeugten und überzeugenden Menschen.

Oldings Buch ist wie er selbst: authentisch, kantig, witzig – und mit einem Glauben, der auch die Abgründe des Lebens kennt.

"Pastoral-Floskeln sind mir ein Grauen" - Christian Olding im Interview

Ihr Buch trägt den Titel „Klartext, bitte!“. Was daran ist Klartext?

Christian Olding: Das Buch erzählt direkt, schnörkellos und manchmal sogar drastisch von meinem Glaubensweg, meinem Leben als Priester und wie Kirche auch heute etwas den Menschen zu erzählen hat. Eben indem sie Klartext spricht: verständlich, pointiert und ohne Floskeln. Gerade diese Pastoral-Floskeln sind mir ein Grauen.

Wieso?

Weil man sich hinter Floskeln versteckt. Wir begraben das Aufregende, das Wilde, das Mitreißende unseres Glaubens unter Floskeln und Plattitüden! Das geht gar nicht. Wie soll man uns und unsere Botschaft ernst nehmen, wenn wir uns alle anhören wie gelehrige Papageien, die immer das Gleiche aufsagen.

Sie sagen, dass Priester wieder ernstgenommen werden sollen.

Nicht nur Priester! Alle, die vom Glauben erzählen, sollen ernstgenommen werden. Müssen sich selbst ernst nehmen. Mir kann keiner erzählen, dass er sich selbst ernst nimmt, wenn er nur Phrasen drischt. Nur wenn uns das gelingt, dann hat das, was wir erzählen, auch Relevanz und Bedeutung für die Menschen heute.

Das klingt ja nach einer Art heiligem Verkündigungs-Zorn.

(Lacht) Wir wollen es nicht übertreiben. Aber es ärgert mich sehr, wenn ich merke, wie unser Glauben bagatellisiert wird. Mein Buch ist da ein gutes Beispiel: Bevor ich entschieden habe, es zu schreiben, habe ich lange überlegt. Ich wusste, ich würde Dinge preisgeben, dass ich mich verletzlich machen, angreifbar machen würde. Deshalb habe ich überlegt, denn klar war für mich: Wenn ich dieses Buch schreiben würde, dann würde es kein Larifari-Buch werden. Dann musste es wirklich authentisch sein, mit all meinen Ängsten, Verletzungen, aber eben auch Freuden. Nur so hat es eine Chance, echt zu sein und überzeugend.

Sie sprechen die „Freude“ an, auch in Ihrem Buch. Sie organisieren ja auch Video-Gottesdienste, die viele Menschen aller Altersklassen anziehen. Muss Glauben wieder mehr Spaß machen?

Nicht Spaß, aber Freude. Spaß, das ist etwas sehr Flüchtiges. Auch schön, aber halt schnell vorbei. Freude ist weitaus tiefer. Die trägt noch, wenn das Leben keinen Spaß mehr macht. Und genau darum geht es im Glauben: Ich habe auf die harte Tour erfahren müssen, als sich mein Vater umbrachte, was Leben bedeutet. Dann sah ich da diesen Gekreuzigten und dachte mir: „Mensch, dem geht es genauso beschissen wie mir.“ Und das half mir, mich nicht zu bemitleiden – okay, manchmal schon (lacht) –, sondern wieder ins Leben zurückzukehren. Ich habe kapiert, dass Freude am Leben bedeutet, ja zu sagen zum Leben, wie es ist – und nicht wie ich es wünsche. Und der Glaube ist dafür essenziell.

Aber nicht für jeden.

Und genau deshalb bin ich Priester und habe dieses Buch geschrieben. Nicht weil ich damit angeben oder mal allen zeigen will, wie großartig ich das alles gemacht habe. Überhaupt nicht, das Buch erzählt ja auch von meinem Versagen. Ich will Mut machen, im Glauben diese Freude zu suchen, egal wie beschissen es einem geht – oder auch wie gut.

Sie schreiben. dass die meisten Ihrer Freunde nicht konfessionell gebunden oder nicht einmal gläubig sind.

Stimmt. Aber ich merke, dass wir alle ähnliche Sehnsüchte und Wünsche haben und das ist eine Basis, auf der wir uns begegnen. Ich will dann zeigen, wie mein Glaube mir hilft, diese Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen. Das ist ja Glaube vor allem auch: ein Sehnsuchtserfüller.

Sie kritisieren die Kirche auch, zum Beispiel die Priesterausbildung. Weshalb?.

Ich bin Priester geworden trotz des Priesterseminars, nicht wegen des Seminars. Ich habe dort auch tolle Menschen getroffen, aber insgesamt macht es das System nicht einfach. Man wird auf eine gewisse Weise dort ganz schnell lebensuntüchtig, wenn man nicht aufpasst.

Warum dann doch Priester?

Weil ich von der Erfahrung mit Gott etwas abgeben will. Hm, klingt das jetzt zu heilig? Aber so ist es: Ich will an meiner Erfahrung, dass Glaube schön und erhaben und gewaltig, aber eben auch doof und nervig und traurig sein kann, abgeben. Mehr kann ich nicht tun – weniger aber auch nicht, wenn ich ernst meine damit.

Mit Ihren V-Gottesdiensten scheint das ja gut zu klappen. Die Leute scheinen die Show zu lieben.

Moment! Ein Gottesdienst sollte nie Show sein. Es geht nicht um Unterhaltung, auf keinen Fall. Wir benutzen natürlich die neueste Technik, einfach weil das der Ästhetik unserer zeit entspricht. Warum sollen wir das den Evangelikalen überlassen? Und das Medium Film ist deshalb perfekt, weil es Generationen verbindet. Wir sind ja eben keine Kinder- oder Jugendgottesdienste, sondern es kommen alle Altersstufen zu uns. Aber eben auch deshalb, weil sie merken, dass es um mehr geht als Show und Unterhaltung. Es gibt Momente, da lassen wir allen technischen Schnickschnack beiseite und konzentrieren uns auf das Wesentliche: Auch das ist für mich Klartext!

Autor

Christian Olding, geb. 1983, ist Pastor in Geldern. Seine Gottesdienste sorgen bundesweit für Furore, die Medien nennen ihn "Pop-Kaplan". Mit den "Vision von Hoffnung"-Gottesdiensten, die einen riesigen Andrang erleben, hat er eine eigene Marke erschaffen.

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