125 (2018) - 2. Halbband

Inhalt
1. Auflage 2018
192 Seiten
ISBN: 978-3-495-45100-7
Bestellnummer: P451005
Erscheinungstermin PDF: 2019
Bestellnummer PDF: D100356

Das hier vorgelegte Heft II des Philosophischen Jahrbuchs 2018 enthält als „Schwerpunktthema“ den Streit um Kants Transzendentale Ästhetik: Die Beiträge von Isabelle Mandrella, Andreas Kern, Bernd Dörflinger und Thomas Buchheim beleuchten unterschiedliche Aspekte der Transzendentalen Elementarlehre, mit der Kants Kritik der reinen Vernunft beginnt. Sie sind somit als wichtige Beiträge zur philosophischen Debatte über ein zentrales Theorem der Philosophie der Neuzeit zu betrachten und gehen zurück auf Vorträge in der „Sektion Philosophie“ der Görres- Gesellschaft im Herbst 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Neben diesem „Schwerpunktthema“ setzt das Philosophische Jahrbuch in diesem Heft die „Jahrbuch-Kontroversen“ fort mit einer Diskussion zu Rahel Jaeggis Kritik von Lebensformen: Nach einer einführenden Notiz von Thomas Buchheim nehmen Elif Özmen, Barbara Zehnpfennig und Ludwig Siep in ihren Beiträgen kritisch zu Rahel Jaeggis Buch Stellung, worauf Rahel Jaeggi in einem der nächsten Hefte des Philosophischen Jahrbuchs ihrerseits replizieren wird. Auch diese „Jahrbuch-Kontroverse“, mittlerweile übrigens die vierte, wird sich über weitere Ausgaben des Philosophischen Jahrbuchs erstrecken und in einer nicht allzu fernen Zukunft auch als eine eigenständige Publikation im Verlagsprogramm des Verlags Karl Alber, Freiburg/ München erscheinen.

Neben diesen Schwerpunkten des vorliegenden Hefts finden sich Aufsätze zu ausgewählten Themen der Philosophie in der Abteilung der „Beiträge“: Günther Pöltner überprüft in seinem Aufsatz die systematische Relevanz des berühmten Arguments von Anselm von Canterbury zum Aufweis der Existenz Gottes in dessen Schrift Proslogion für eine Theorie des Denkens. Christian Ferencz-Flatz untersucht im Blick auf Edmund Husserl das Verhältnis von Empirie und Eidetik, wobei er sich insbesondere auf die Frage nach der unterschiedlichen Rolle des Experiments in der Phänomenologie und in der empirischen Psychologie konzentriert. Und Bert Heinrichs rekonstruiert in seinem Beitrag die Entstehung der „Angewandten Ethik“ aus dem „Geist des amerikanischen Pragmatismus“ und ihr Verhältnis zur Ethik Kants und des Neukantianismus. Neben diesen „Beiträgen“ enthält Heft II des Philosophischen Jahrbuchs, wie gewohnt, die Besprechung wichtiger philosophischer Neuerscheinungen in der Abteilung der „Buchbesprechungen“.

Matthias Lutz-Bachmann

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