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Anzeige:  Gefährliche Seelenführer

125 (2018) - 1. Halbband

Inhalt
1. Auflage 2018
152 Seiten
ISBN: 978-3-495-45099-4
Bestellnummer: P450999
Erscheinungstermin PDF: 2019
Bestellnummer PDF: D100355

Nachdem im letzten Heft die Jahrbuch-Kontroverse mit Nicholas Rescher zur urmetaphysischen Frage „Why Is There Anything at All?“ abgeschlossen wurde, beginnt im vorliegenden Heft nun eine neue Kontroverse – weniger ontologisch, aber nicht minder spannend, diesmal mit Rahel Jaeggi zum Thema „Lebensformen als Problemlösungsinstanzen“. Im folgenden Heft werden dann verschiedene Stellungnahmen zu diesem Initiativaufsatz erscheinen, verfasst von profilierten Vertreterinnen und Vertretern der politischen Philosophie und der Sozialphilosophie.

Daneben enthält das Heft drei Beiträge, die ein breites Spektrum philosophischer Auseinandersetzung bieten. In seinem Aufsatz „Die Moralische Wende in Kants Philosophie der Geschichte“ argumentiert Thimo Heisenberg dafür, dass Kants Geschichtsphilosophie zwischen der Veröffentlichung seiner Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht von 1784 und seiner Kritik der Urteilskraft von 1790 einen signifikanten Wandel erfahren habe. Kant lenke dabei seinen Blick von der Rolle des sozialen Antagonismus für geschichtlichen Fortschritt hin zu ethischer Kooperation. Tammo E. Mintken untersucht in seinem Beitrag die Bestimmung des Verhältnisses von Gott, Mensch und Welt bei so verschiedenen Denkern wie Descartes, Feuerbach und Husserl. Werner Euler setzt sich in seinem Beitrag kritisch mit Axel Honneths Kant-Interpretation auseinander, wie er sie in seinem 2011 erschienenen Buch Das Recht der Freiheit. Grundriß einer demokratischen Sittlichkeit entwickelt hat.

Das Philosophische Jahrbuch bleibt also seinem Programm treu, spekulativen Überlegungen ein Forum zu bieten, die von ihrer Natur her große Themen wie Lebensformen, Geschichte, Sittlichkeit und sogar das begriffliche Verhältnis von Gott, Welt und Mensch in den Fokus nehmen und damit über den Tellerrand bloß immanenter akademischer Diskussionen hinausreichen, was freilich immer auch unter Rückgriff auf klassische Autoren und Denkströmungen zu geschehen hat.

Pirmin Stekeler-Weithofer  

Über diese Ausgabe