120 (2013) - 1. Halbband

Inhalt
1. Auflage 2013
240 Seiten
ISBN: 978-3-495-45089-5
Bestellnummer: 4450896
Erscheinungstermin PDF: 2019
Bestellnummer PDF: D100368

Im Namen aller Herausgeber und des Verlags möchte ich an dieser Stelle Frau Prof. Dr. Marcela García Romero herzlich für die überaus tüchtige und kompetente Arbeit zunächst als redaktionelle Unterstützung (2007–2009) und später als sachkundige und charmante Leiterin der Redaktion (2009–2012) danken. Frau García ist seit August 2012 Professorin für Philosophie an der Universidad Iberoamericana in Mexico-City. Ein solcher Karriereschritt, obwohl in der Sache hoch erfreulich und erwünscht, reißt doch für uns Herausgeber und alle, die sie aus der Zusammenarbeit schätzten, eine nicht leicht zu füllende Lücke in die professionelle Abwicklung des redaktionellen Geschäfts. Es ist aber auch gut, auf diese Weise zu entdecken, was alles mit unauffälliger Selbstverständlichkeit und Eleganz zur Führung einer solchen Zeitschrift von anderen geleistet wird, die nicht auf dem Cover stehen. Dafür also mein persönlicher und unser aller öffentlich ausgesprochener Dank an Frau García, verbunden mit der Hoffnung, dass sie auf verschiedene Weise in Zusammenarbeit mit dem Jahrbuch bleiben wird, und natürlich dem Wunsch, dass sie auf ihrer neuen akademischen Position mit Elan, Freude und Erfolg an der Philosophie in Lehre und Forschung wirken wird.

Die erwähnte Lücke in der Arbeit der Redaktion ist zu meiner Freude nicht lange klaffend geblieben, da Herr cand. phil. Jörg Noller M.A. sich bereit erklärt hat, die Redaktionsgeschäfte des Philosophischen Jahrbuchs zu übernehmen und weiterzuführen. Ich danke ihm und auch der bewährten studentischen Assistenz durch Frau Inken Titz dafür, dass der Wechsel in der Redaktion nicht zu Ausfällen geführt hat und mittlerweile wieder völlig in gewohnt qualitätsvoller und zuverlässiger Spur läuft.

Neben einer Reihe von wie üblich unabhängig und frei eingereichten und akzeptierten Beiträgen zu diversen philosophischen Themen bringt das vorliegende Heft unter der neu eröffneten Rubrik ‚Jahrbuch-Konferenz‘ einige kritische Kommentare zu meinem Aufsatz „Neuronenfeuer und seelische Tat“ im Diskussionsteil des letzten Heftes, der eine an Aristoteles anknüpfende Modellskizze für das in der Philosophie des Geistes vieldiskutierte Problem psychophysischer oder auch mentaler Kausalität in Vorschlag brachte. Ich freue mich darüber, dass dieses aktuelle Thema in unserer Zeitschrift so regen philosophischen Eifer und sogar manifestes literarisches Engagement freigesetzt hat; dadurch sehen wir uns ermutigt, die Debatte fort zuführen. Im vorliegenden Heft werden nun die bisher gesammelten kritischen Stellungnahmen, verbunden mit einer kurzen Einleitung von Wilhelm Vossenkuhl, gedruckt. Im nächsten Heft (2013/II) möchte ich dann versuchen, eine Antwort auf die hauptsächlichen Kritikpunkte oder Nachfragen zu geben. Zudem sind weitere kritische und metakritische Kommentare und erneute kurze Erwiderungen auf die geübte Kritik möglich und erwünscht. Die Herausgeber sind bereit, bei hinreichendem Interesse von unseren Lesern und Autoren die Diskussion auch noch länger auszudehnen.

Philosophische Schlagabtäusche ähnlicher Machart, jeweils ausgehend von einem die Geister entzündenden und scheidenden Beitrag, sollen auch in Zukunft und zu anderen Themen und Problemen der Philosophie angestoßen und im neuen Format der Jahrbuch-Konferenz ausgetragen werden können. Wir freuen uns also über Provokationen und Impulse in dieser Richtung. Sie könnten nach unserer Einschätzung belegen, dass die Sachen und Aporien des philosophischen Denkens nach wie vor spannend und intellektuell ergiebig sind.

Thomas Buchheim für die Herausgeber  

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