118 (2011) - 1. Halbband

Inhalt
1. Auflage 2011
216 Seiten
ISBN: 978-3-495-45085-7
Bestellnummer: 4450854
Erscheinungstermin PDF: 2019
Bestellnummer PDF: D100364

Von diesem Heft an wird die nach dem Ausscheiden zweier langjähriger Mitglieder verminderte Riege von Herausgebern endlich wieder durch eine neue und kräftige Stütze verstärkt und bereichert: Auch im Namen der übrigen Herausgeber möchte ich meinen Münchner Kollegen Axel Hutter in unserem Kreis willkommen heißen und ihm dafür danken, daß er trotz der vielen anderen Pflichten und Engagements bereit ist, seine Kraft und Expertise in Zukunft auch dem Jahrbuch und seinen Geschicken zur Verfügung zu stellen. Ich bin darüber sehr froh, weil mit ihm nicht nur ein besonders in der Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie und Philosophie des Geistes allgemein beschlagener und stringent denkender Kopf, sondern auch ein Experte auf einigen Gebieten der Philosophiegeschichte zu uns stößt, die in der jetzigen Zusammensetzung nicht genug vertreten waren, wie z.B. in der klassischen deutschen Philosophie vor allem Hegel und die durch ihn gesetzten Spuren der Metaphysik und ihrer Kritik bei Kierkegaard und Schopenhauer, Rosenzweig, Benjamin, Adorno und darüber hinaus bis in die Gegenwart. Wir freuen uns sehr über die neue Stimme im Chor der Zusammenarbeit am Jahrbuch!

Wie schon früher des öfteren möchte ich auch bei dieser Gelegenheit wieder dafür werben, aus eigener Feder stammende Erzeugnisse auch unseren einheimischen philosophischen Fachzeitschriften zur Publikation anzubieten. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob jemand, auch und gerade wenn sie oder er längst akademische Würden bekleidet, unter gutem Namen vorvereinbarte Beiträge in Sammelbänden veröffentlicht oder in einem anonymen Verfahren vor Fachgutachtern allein durch die Qualität der Gedankenführung besticht und sich auszeichnet. Ich mache die Erfahrung, daß man allzu leicht, wenn man sich nicht ab und zu auf diese Weise neu erprobt, in der Qualität und Sorgfalt der eigenen Produktion nachlässt. Zudem ist es eine bedeutende Ermutigung für unseren Nachwuchs und öffentliche Unterstützung für die Arbeit der hiesigen traditionsreichen Zeitschriften, wenn schon arrivierte und international bekannte Köpfe noch bereit sind, ihre philosophische Kunst auch auf kleineren, aber dafür manchmal im Detail mehr Neuheit und Besonderheit zulassenden Märkten vorzuzeigen.

Am Schluss ist noch auf das Thema der philosophischen Sektion bei der diesjährigen Tagung der Görres-Gesellschaft vom 23.–27. September in Trier hinzuweisen: „,Leben‘: Beiträge zu einer Philosophie des Lebendigen“, so lautet die Rahmenüber schrift, und es geht um die in den letzten Jahren stark zunehmende Wahrnehmung und Würdigung der Biowissenschaften als allmählich die Physik ablösende Leitwissenschaft in der philosophischen Begriffsbildung und Problemerörterung. Die philosophischen Vorträge mit zum Teil internationaler Besetzung werden, wie üblich, vor allem am Montag, den 26. 9.2011 stattfinden. Auf ein reges Interesse und neugierige Teilnahme vieler Philosophierender an diesem wachsenden Forum und seinen Diskussionen hofft wie immer im Namen aller Herausgeber

Thomas Buchheim  

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