• Verlag Karl Alber
  • 2. Auflage 2014
  • Kartoniert
  • 296 Seiten
  • ISBN: 978-3-495-48565-1
  • Bestellnummer: 4485652
Hans Jonas weist einer zeitgemäßen Naturphilosophie den Weg, in der die Vieldeutigkeit und Wandelbarkeit des Naturbegriffs in erkenntnistheoretischer aber auch kulturanthropologischer und ethischer Hinsicht zu verhandeln ist. Dabei wird deutlich, dass Natur in einer angemessenen philosophischen Würdigung mehr sein muss als lediglich Referenzbegriff der Naturwissenschaften. Natur ist vielmehr lebensweltliches Orientierungskonzept und existenzielle Lebensgrundlage der Menschen. Vor diesem Hintergrund ist einsichtig, dass Jonas‘ Philosophie der Natur sowohl theoretische als auch praktische Seiten hat. Sie überschreitet die Grenzen der klassischen Naturphilosophie hin zur Ethik. Mit seinen Studien, die Philosophische Biologie, Anthropologie und Umweltethik umgreifen, wird Jonas so zu einem wichtigen Gesprächspartner einer Debatte zu aktuellen Umweltfragen, die nicht im Gestus der Schwarz-Weiß-Malerei stecken bleiben will: Hier die Kritik an der global vorherrschenden Weise einer wissenschaftlich-technischen Naturaneignung unter Inkaufnahme steigender Bedrohung der Existenzbedingungen, dort die Betonung der „Alternativlosigkeit“ wissenschaftlich-technischer Effizienzsteigerung. Jenseits solcher Schablonen sind Jonas‘ Philosophie der Natur, einer Natur, in der und mit der wir Menschen leben, sowie deren naturethische Konsequenzen vielschichtig und fordern uns zum Weiterdenken auf. Die einzelnen Beiträge dieses Buches nehmen von unterschiedlicher Warte die bleibende Aktualität von Jonas‘ Denkwegen und Argumentationsgängen in den Blick und geben Hinweise darauf, welche Wege eine zeitgemäße Naturphilosophie beschreiten könnte.

Mit Beiträgen von Gammel, Stefan L., Gerald Hartung, Christoph Hubig, Kristian Köchy, Peter Kunzmann, Udo Lenzig, Francesca Michelini, Ralf Seidel, Jan C. Schmidt, Micha H. Werner, Ralf Becker

Herausgeber/in

Gerald Hartung ist seit 2010 Professor für Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal mit den Schwerpunkten Kulturphilosophie und Ästhetik.

Herausgeber/in

Kristian Köchy ist Professor für Theoretische Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Kassel mit einem Forschungsschwerpunkt in der Philosophie der Biowissenschaften und Bioethik.

Herausgeber/in

Jan C. Schmidt ist seit 2008 Professor für Philosophie an der HochschuleDarmstadt mit dem Schwerpunkt Wissenschafts- und Technikphilosophie.

Herausgeber/in

Georg Hofmeister ist Studienleiter u. a. für den Bereich Ethik in den Naturwissenschaften an der Evangelischen Akademie Hofgeismar.

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