• Verlag Karl Alber
  • 1. Auflage 2005
  • Kartoniert
  • ISBN: 978-3-495-48129-5
  • Bestellnummer: 4481297

In dieser Vorlesung der Freiburger Philosophin Ute Guzzoni geht es darum, die Bedeutung der Hegelschen Philosophie in ihrem Zusammenhang mit der abendländischen Denkgeschichte aufzuweisen. Als deren Grundfrage, die Hegel mit seinem absoluten System in einer nicht mehr überbietbaren, umfassenden Weise vollendet, wird die Frage nach dem Sein als dem Grund von allem Seienden herausgearbeitet.

Der erste Teil skizziert die Fragestellung der Metaphysik und ihr Verständnis der drei Verhältnisse von Sein und Seiendem, Sein und Denken und Sein und Nichts im Ausgang von einigen metaphysischen Grundpositionen - vor allem von Parmenides, Aristoteles, Descartes und Kant, wobei die größte Aufmerksamkeit Parmenides, dem Begründer dieser Tradition, gilt.

Anhand von Interpretationen zentraler Aussagen Hegels wird im zweiten Hauptteil die für Hegel charakteristische Denkbewegung nachgezeichnet, wobei die Absicht leitend bleibt, nachvollziehbar zu machen, inwiefern die zuvor skizzierten Fragestellungen im Hegelschen Denken zu ihrer Vollendung gelangen. So sehr die unerhörte und einzigartige Denkanstrengung Hegels, die Absolutheit seines Denkgebäudes und seine Genauigkeit und Scharfsicht bis in die Einzelmomente hinein auch heute noch faszinieren können, ihre Aufgabenstellung hat sich - nach der Überzeugung der Autorin - mit dem „Ende der Metaphysik“ erschöpft; die nachfolgenden philosophischen Ansätze lassen sich oftmals gerade durch ihre spezifische Abkehr von Hegel und von der metaphysischen Grundfrage her lesen.

Die Vorlesung schließt mit einem dreifachen Ausblick:

  • Zum einen versucht sie eine knappe Skizzierung der Weise, wie ein heutiges, sich als wesenhaft endlich verstehendes Philosophieren seine Fragen in einer gegenüber Hegel grundsätzlich neuen Form stellen könnte.
  • Beispielhaft werden sodann einige Gedanken Heideggers aufgegriffen, um an ihnen die tiefe Differenz, die sein Denken von Hegel scheidet, sichtbar zu machen.
  • Und schließlich werden einige Momente der Hegel-Kritik nachgezeichnet, die sich mit den Namen Marx, Feuerbach und Adorno verbindet.

Autor/in

Ute Guzzoni, geb. 1934, lehrte als Professorin für Philosophie an der Universität Freiburg i. Br. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt bei Alber: Über Natur (1995), Sieben Stücke zu Adorno (2003), Hegels Denken als Vollendung der Metaphysik (2005), Unter anderem: die Dinge (2008), Gegensätze, Gegenspiele (2009), Der andere Heidegger (2009), erstaunlich und fremd (2012), Nichts (2014), Im Raum der Gelassenheit: die Innigkeit der Gegensätze (2014), Wasser (2015) und Weile und Weite (2017).

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