ImpulsSeniorenresidenz in Bad Neuenahr

„Vorletzte Woche musste innerhalb eines Tages eine Seniorenresidenz mit etwa 370 Bewohnern in Bad Neuenahr evakuiert werden. Etwa 100 Bewohner kamen in einem Hotel in Königswinter unter. Ich wurde dort zur Unterstützung als Seelsorger und auch zur Betreuung eingesetzt und habe von Montag bis Samstag vergangener Woche die Bewohner mit begleitet.

Mir kommt der Aspekt: Ja, die Bewohner der unteren Etagen haben alles verloren, kamen zum Teil mit einem Shirt und in Pantoffeln an. Ihre Bleibe für das Alter – eine Flut spülte sie weg (zum Glück nur vorübergehend, da das Gebäude wohl renoviert werden kann.) Unsicherheit, Ungewissheit, verlorene Sicherheit.

Der Übergang von der Sache zur Bedeutung:
Sie fanden - und haben es geäußert - Sicherheit im übertragenen Sinn. Das ist der Fels in der Flut: Durch die gute Organisation des Unternehmens, durch die Anwesenheit von Mitarbeitern, die elementare Dinge organisieren (z.B: Kleidung aus dem Haus holen, unter sehr erschwerten „Anreise“-Bedingungen), durch das Zuhören, das offene Ohr, einen Gottesdienst (den ein anderer Seelsorger hielt). Da sind Menschen, die durch ihre Empathie Sicherheit in dieser Katastrophe geben. Dritter Schritt: „Mein Glaube gibt mir in dieser Katastrophe Kraft. Ich muss zwar immer wieder weinen, aber wenn ich meinen Glauben nicht hätte.“ Immerhin ein O-Ton von einer Betroffenen. Auf Felsen gebaut ist der Glaube. Er wurde nicht weggespült.“

Pfr. Hansfrieder Zumkehr

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