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Resilienz: Der Weg zur inneren Stärke

Resilienz

Gerade in widrigen Umständen zeigt sich, ob jemand über innere Widerstandsfähigkeit verfügt. Denn mit Resilienz lassen sich auch vermeintlich unüberwindbare Krisen meistern. 

Mit innerer Widerstandskraft meistern wir auch schwierige Situationen unseres Lebens. Wie Resilienz entsteht und wie Sie Ihre innere Stärke trainieren können, erfahren Sie von unseren Experten.

Resilienz ist der Fachbegriff für unsere innere Widerstandsfähigkeit. In der Psychologie bezeichnet er die seelische Stärke von Menschen, die uns hilft, schwierige Lebenssituationen zu überwinden und das eigene Schicksal selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Definition von Resilienz

Unter Resilienz fasst die Psychologie alle Strategien, Eigenschaften und Fähigkeiten zusammen, mit deren Hilfe Menschen Lebenskrisen meistern, ohne langfristig beeinträchtigt zu sein. Das reicht von privaten Beziehungsproblemen über betriebsbedingte Kündigungen, Arbeitslosigkeit, den finanziellen Bankrott bis hin zu schweren Krankheiten, schmerzhaften Verlusten oder gar kriminellen Übergriffen wie Entführungen. Resilienz wird auch als Anpassungsfähigkeit oder Widerstandsfähigkeit bezeichnet. Sie hilft Menschen nicht nur, Krisen zu überwinden, sondern auch gestärkt aus ihnen hervorzugehen. 

Wörtlich bedeutet Resilienz Elastizität. Der Begriff stammt aus der Werkstoffphysik: Materialien werden als resilient bezeichnet, wenn sie nach einer extremen Spannung wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren – so wie Gummi. In der Psychologie gilt das gleiche Konzept: „Resilienz lässt Menschen wie ein Gummiband in ihren normalen Zustand zurückschnellen oder sich wie ein Stehaufmännchen immer wieder aufrichten, egal was ihnen widerfährt“, so Resilienztrainerin Monika Gruhl, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Hugo Körbächer ein Resilienzzentrum gründete.

Das psychologische Konzept der Resilienz

Die humanistische Psychologie hat sich lange Zeit ausführlich damit befasst, durch welche Faktoren Menschen in ihrem Streben nach Glück eingeschränkt werden. Der Schwerpunkt der Forschung lag in der Persönlichkeitspsychologie: sie untersuchte, unter welchen Bedingungen sich Menschen fehlerhaft entwickeln – etwa durch Gewalt, Armut oder einen geringen Bildungsstand.

Forscher fanden heraus, dass es Menschen gibt, die sich trotz sogenannter Risikofaktoren sehr positiv entwickelten. Erstaunt fragten sie sich: Wie ist das möglich? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten haben diese Menschen entwickelt, um aus ihrem ungünstigen Umfeld heraus zu gedeihen?

In den 70er Jahren veröffentlichte die amerikanische Psychologin Emmy Werner zusammen mit Ruth Smith Ergebnisse ihrer Langzeitstudie: Über 40 Jahre lang hatten die Psychologinnen hawaiianische Kinder der Insel Kauai beobachtet und begleitet, die aus einem katastrophalen familiären Umfeld stammten: Gewalt in den Familien, Leben am Existenzminimum, mangelhafte Bildung. Was dabei herauskam: Gut ein Drittel der Kinder entwickelte sich gut – trotz der vorhandenen Risiken und schlechten Prognosen. Diese Kinder hatten bestimmte Eigenschaften und Lebensstrategien, die es ihnen ermöglichten, an den schwierigen und problematischen Verhältnissen nicht zu zerbrechen, sondern daran zu wachsen.

Resilienzfaktoren

Verschiedene Studien konnten zeigen, dass es nicht die Probleme, Schicksalsschläge oder Katastrophen selbst sind, die das Leben gelingen lassen oder nicht. Entscheidend für die persönliche Entwicklung und ein gelingendes Leben ist die Art und Weise, wie Menschen diesen Widrigkeiten begegnen. Ob sie daran zerbrechen oder daran wachsen hängt von ihrer Resilienz ab.

  • Die emotionale Intelligenz lässt uns die eigenen Gefühle und die anderer besser erkennen und verstehen.
  • Die soziale Herkunft wie Familie, Schule und Kultur prägen die innere Widerstandskraft. Deshalb haben manche Menschen Probleme, eine gesunde innere Wahrnehmung und ein selbstbewusstes Ich aufzubauen.

Durchlebte Krisen stärken die Resilienz

Menschen, die uns mit psychischer Stärke und Weisheit beeindrucken – und das können durchaus auch jüngere Menschen sein – sind oftmals gerade durch Schicksalsschläge und deren Verarbeitung reif und stark geworden. Die Psychologie nennt das seelische Immunsystem „Resilienz“.

Jene Überlebenskünstler scheint nichts aus der Bahn zu werfen: ob Schicksalsschläge wie Krankheit, Todesfälle, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Engpässe – selbst wenn sie verletzt am Boden liegen, fallen Sie nicht in eine Depression, sondern entwickeln Strategien, um aufzustehen und auf lange Sicht wieder glücklich zu werden. Doch was genau kennzeichnet dieses Stehauf-Prinzip? Und kann man es lernen?

Kann man Resilienz lernen?

Resiliente Menschen können Krisen besser bewältigen und sogar gestärkt aus ihnen hervorgehen. Die gute Nachricht ist: Resilienz ist erlernbar! Zunächst sollten Sie sich selbst besser kennenlernen und das eigene Ich akzeptieren. In den weiteren Schritten lernen Sie, sich zu motivieren und optimistischer auf die eigene soziale Umwelt zu blicken. Unsere Experten helfen Ihnen dabei. 

Die persönliche Grundausstattung an Resilienz entsteht in der Wechselwirkung zwischen genetischer Anlage und Einflüssen der Umgebung. Jeder Mensch kann seine innere Stärke unterschiedlich steigern. Bestimmte Eigenschaften zu entwickeln fällt dem einen schwerer, dem anderen leichter.

Lebendiger Prozess

Die innere Widerstandsfähigkeit ist keine feststehende Eigenschaft, die man hat oder nicht. Sie ist ein lebendiger, aktiver Prozess, der sich zwischen dem Menschen und seiner Umwelt abspielt. Resilienzforscher sind davon überzeugt: Resilienz kann man lernen. Das meint auch Resilienztrainerin Monika Gruhl: Sie können Resilienz erlernen und trainieren, indem sie sich resiliente Geisteshaltungen, Denk- und Verhaltensgewohnheiten zu eigen machen. An kleinen Herausforderungen lässt sich exemplarisch lernen und üben, wie man große Krisen meistert.

Aloha Spirit: Ho'oponopono

Monika Gruhl ist auf der Suche nach traditionellem Resilienz-Wissen auf den Aloha Spirit der Hawaiianer gestoßen. Die dortige Grußformel „Aloha“ bedeutet „Teile die Schwingung der Liebe“. Damit diese Schwingungen ungehindert alles durchdringen können, gibt es das Ritual Ho'oponopono, dies bedeutet wiederum Aussöhnung und Vergebung. Diese Art der bedingungslosen Liebe führt jeden, der sie anstrebt, zu innerer Stärke und Resilienz.

Resilienz im Beruf

Resiliente Menschen sind gelassen im Job. Sie zeichnen sich aus durch:

  • Eine positive Grundhaltung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Gestaltungsfreude

Ein ganz besonderes Resilienz-Training für den Job bieten Sabine Horn und Martina Seth in Resilienz im Job. Sie zeigen, wie man ruhig bleibt trotz allem und beantworten grundlegende Fragen:

  • Was hält uns gesund?
  • Was gibt uns Kraft?
  • Was motiviert uns?
  • Wie können wir widerstandsfähiger werden?

Neue Denkmuster für mehr Resilienz

Positive neue Wege zu denken kann man durch gezielte Übungen lernen, die unsere innere Grundhaltung beeinflussen. „Die Stärkung der eigenen Resilienz wirkt wie eine Fitnesskur von innen heraus“, so Sabine Horn und Martina Seth. Regelmäßiges Einprägen und Wiederholen ist dabei sehr wichtig. Es braucht mindestens vier Wochen, bis sich ein neues Muster einigermaßen festigt.

Resilienz in Schule und Kindergarten

ErzieherInnen, Lehrerinnen und Lehrer benötigen besonders viel innere Widerstandskraft. Diese stehen vor besonders hohen Anforderungen in der Interaktion mit Schülern und Eltern. Resilienz-Trainerin Monika Gruhl widmet sich ihnen in ihrem Buch Resilienz für Lehrerinnen und Lehrer. Sie zeigt, wie diese immer wieder Kraft tanken können, um wieder in Begeisterung und Schwung zu kommen.

Bücher zum Thema

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