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Konflikte - Neue Perspektiven finden

Konflikte

Konflikte entschärfen kann man leicht lernen. Die Grundlage dafür ist eine lösungsorientierte Kommunikation. 

Wie verhalten Sie sich in Konflikten? Sind sie lösungsorientiert? Können Sie auch mal „Nein“ sagen? Sagen Sie offen heraus, was Sie stört? Wo auch immer es bei Ihnen hakt – hier finden Sie Tipps und Ratschläge unserer Experten. Verschaffen Sie sich eine starke Stimme!

Richtige Kommunikation jedoch ist der Schlüssel zur Lösung unzähliger Konflikte in Beziehungen, ob am Arbeitsplatz, im Team, in der Familie oder Partnerschaft. Aber viele Menschen haben verlernt, miteinander zu reden und sich zuzuhören. Das führt zwangsläufig zu Konflikten, Frustration und Streit: Man lebt nebeneinander her, schlimmstenfalls schweigt man sich an.

Doch gerade in Konfliktsituationen ist ein Gespräch so wichtig:

  • Nur durch gemeinsames Reden und Zuhören lassen sich Lösungen finden, mit denen alle Parteien zufrieden sind.
  • Dabei ist es hilfreich, neue Perspektiven einzunehmen, um sich nicht immer auf der Stelle zu drehen.

Nach vorne schauen und eine Lösung finden

„Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken“, sagte schon Henry Ford. Um zum wahren Stehauf-Menschen zu werden, heißt es jedoch: Lösungen konstruieren statt an den Problemen festzuhalten. Hinfallen, Dreck abklopfen, lächeln und weitergehen: das ist Resilienz. Die innere Widerstandsfähigkeit besteht aus den drei Grundhaltungen Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung. Gelingt es, schwierige Situationen zu bewältigen, deren Unabänderlichkeit zu akzeptieren und optimistisch zu sein – dann ist es auch möglich, passende Lösungen für die Probleme zu finden.

Konflikte am Arbeitsplatz

Den Job kann man sich aussuchen, seinen Chef oder die Kollegen nicht unbedingt. Im Gerangel um Anerkennung und Kompetenzen kommt es oft zu Konflikten. Die Resilienztrainerinnen Sabine Horn und Martina Seth wissen: Durch diese Zustände fühlen sie sich belastet, eingeengt und fremdbestimmt“.

Ganz anders fühlen sich resiliente und somit lösungsorientierte Menschen. Sie haben sich das Motto „Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung“ zum Leitsatz gemacht. Sie entwickeln eine positive und wertschätzende Sprache und sind zuversichtlich, dass es eine Lösung für das anstehende Problem gibt.

Selbstsicherheit ist fundamental

Zudem sind resiliente Menschen sicher, dass sie alle Fähigkeiten in sich tragen, um die Situation zu bewältigen. „Wenn wir Klienten fragen, wie sich gute Lösungen für sie anfühlen, erzählen sie zum Beispiel von Spielräumen, die sich am Arbeitsplatz eröffnen; von einem entspannten und leichten Gefühl in der Beziehung zu ihren Vorgesetzten und Kollegen; davon, dass sie Arbeitsabläufe gestalten können, neugierig auf Herausforderungen sind und dass sich mehr Lebens- und Arbeitslust einstellt“, erzählen Sabine Horn und Martina Seth. „Sie fühlen sich frei und selbstbestimmt“.

Konflikte im Team

In Projektteams zum Beispiel arbeiten verschiedene Experten an einer Fragestellung. Bei unterschiedlichen Ansichten kann es dabei leicht zum Konflikt kommen. Vor allem, wenn Teammitglieder die Diskussion um die Sache persönlich nehmen und mit Kritik an ihrer eigenen Person verwechseln. Hier kann es sinnvoll sein, dass eine Person die Moderation übernimmt – so entspannen sich alle Seiten.

Konflikte in der Familie

Weil die Gesetze der Liebe in Vergessenheit geraten sind, zerbrechen heute so viele Familien. Dies ist die Überzeugung der Familientherapeutin Jirina Prekop. In ihrem Buch Familie lebt von Liebe beschreibt sie, warum in vielen Familien Konflikte herrschen und gleichzeitig eine große Hilflosigkeit, damit umzugehen: „Seit Generationen lernen Kinder von ihren Vorbildern, den Eltern, streiten. Was sie jedoch nicht lernen ist: sich zu versöhnen. Meist versöhnen sich Eltern nicht in Anwesenheit der Kinder, meist geschieht dies in intimen Augenblicken, in denen Kinder ausgeschlossen sind. Ob und wie die Versöhnung stattgefunden hat, können Kinder nur erahnen.“ Das müsste nicht sein: Die bekannte Familientherapeutin zeigt, wie die lebenslange Familien-Bindung gepflegt und erhalten werden kann.

Konflikte in der Patchworkfamilie

Das Modell der Patchworkfamilie ist immer häufiger. Hier gibt es neben „normalen“ Familienkonflikten noch zusätzliche Felder, auf denen die zusammengewürfelten Familienmitglieder aneinandergeraten können. Vor allem Stiefmütter tragen oft eine Bürde und stecken voller Schuldgefühle. Hier weiß Katharina Grünewald in Glückliche Stiefmutter Rat. Am besten handhabt man es als Eltern so, wie die Stewardess im Flugzeug rät: Im Falle eines Notfalles immer erst selbst die Sauerstoffmaske nehmen und dann Kindern helfen. Nur, wenn es den Eltern gut geht, geht es den Kindern auch gut.

Innere Konflikte: Verletztes Inneres Kind

Oft sind innere Konflikte, die wir in uns tragen, Auslöser für Konflikte mit unserer Umwelt. Dies können noch Ambivalenzen aus unserer Kindheit sein. Viele Psychologen sprechen von unserem „inneres Kind“. Peter Bartning erklärt diesen Begriff: „Dies ist ein symbolischer Ausdruck für den Teil unserer Psyche, in dem unsere tiefen Empfindungen, die Bauchgefühle sowie unsere Vergangenheit wohnen. Es beeinflusst maßgeblich unseren Alltag in unserem Denken, unseren Gefühlen und unseren Handlungen.“ In seinen Büchern über das „Innere Kind“ in der Partnerschaft oder im Berufsleben zeigt Bartning, wie man dem inneren Kind Gehör schenken kann, es trösten und heilen kann.

Probleme versus Lösungen

Es ist wichtig, dass wir unsere alten Wunden erkennen und heilen. Nicht immer ist jedoch die Vergangenheit „schuld“ an unserem Verhalten. In unserer Kultur herrscht häufig die Neigung zur Problemorientierung vor. Typisch dafür ist, dass Betroffene in ihrer Vergangenheit nach den Ursachen ihrer Probleme forschen und versuchen, diese zu analysieren: Zwänge, Stress und gesundheitliche Beeinträchtigungen – das sind die Zustände, die problemorientierte Menschen in problematischen Situationen erleben. Da kann es helfen, sich nach vorn zu orientieren und die Lösung zu fokussieren.

Lösungen konstruieren

Doch was ist das Erfolgsrezept für solch einen zukunftsgerichteten Ansatz, der sich einzig und allein auf die Lösung des Problems konzentriert und alle Zweifel und Ängste außer Acht lässt? Steve de Shazer, der Erfinder der lösungsorientierten Beratung, hat folgende drei Grundprinzipien entwickelt, die dabei helfen, positive und lukrative Handlungen zu erkennen und zu verstärken.

  1. Repariere nicht, was nicht kaputt ist!
  2. Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und mache mehr davon!
  3. Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt – dann höre damit auf und versuche etwas anderes!

Menschen mit innerer Widerstandsfähigkeit gehen davon aus, dass sich hinter jeder noch so schwierigen Situation mehrere Lösungen verbergen. Die größte Herausforderung besteht darin, Lösungen zu erkennen und auszuprobieren. Folgende Grundannahmen unterstützen diese Haltung:

  1. Es gibt immer mehr als eine Lösung.
  2. Lösungen sind konstruierbar.
  3. Wir können selbst Lösungen konstruieren.
  4. Wir können diese Grundhaltung erlernen.

„Lösungorientierung bedeutet die Möglichkeit, sich Raum für Kreativität, Offenheit und Vertrauen zu schaffen, Mut zu entwickeln, Neues auszuprobieren und zuversichtlich zu sein, dass die Dinge gelingen“, so Sabine Horn und Martina Seth. Stets daran denken: „It’s not a problem, it’s a challenge!“

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