Lasst Vielfalt zu!

Kinder werden heute in ganz unterschiedlichen Konstellationen groß – mit Stiefgeschwistern, Bonusvätern und Ersatzomas, bei einer Mutter oder zwei Vätern, bei Eltern mit und ohne Trauschein. Regelmäßig bildet die offizielle Statistik Zahlen dazu ab (Seite 21). In der Schule jedoch sind diese vielfältigen Familienkonstellationen kaum sichtbar. Alleinerziehende und Patchworkfamilien, schwule, lesbische und bisexuelle Menschen mit Kindern werden im pädagogischen Alltag kaum mitgedacht. Damit hinken Schulen nicht nur der gesellschaftlichen Realität hinterher, sie versäumen auch wesentliche Bildungsaufträge zur Gleichstellung und Antidiskriminierung. Wer Menschen, die nicht der Norm entsprechen, ausblendet, macht sie zum Sonderfall.

Wie Fachkräfte im Ganztag hier gegensteuern können, erklären die Berliner Erziehungswissenschaftlerin und Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit Jutta Hartmann sowie Yan Feuge von der Bildungsinitiative Queerformat (ab Seite 18). Wir haben zudem eine umfangreiche Material- und Literaturliste zusammengestellt, die Erzieherinnen und Erzieher in der pädagogischen Praxis einsetzen können.

Es gehört zu einer vielfältigen Gesellschaft, dass in Bildungsinstitutionen unterschiedliche Weltanschauungen und Meinungen aufeinanderprallen. Bei radikalen und menschenverachtenden Positionen, wie sie Neonazis oder Salafisten an den Tag legen, müssen Fachkräfte jedoch eine klare Grenze ziehen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 14. Außerdem beschäftigen wir uns mit einem Thema, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen umtreibt: Wie soll Schule mit Handys und sozialen Medien umgehen? Verbieten oder kontrolliert zulassen? Ein Kinderarzt und ein Medienpädagoge geben Tipps. Und wenn Sie noch auf der Suche nach analogen Experimenten und Spielen sind, gibt es ab Seite 38 Empfehlungen. Dieses Mal dreht sich alles um die fünf Sinne. Viel Spaß damit!

Wenn Sie Fragen, Anregungen und Kritik zum Heft haben, können Sie uns gerne schreiben: redaktion@klasseKinder.de. Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen.

Ihre

Ulrike Schattenmann, Redaktion klasseKinder!  

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