Es wird sich vieles ändern müssen ...

Mehr als 1 Million Menschen mit Flüchtlingshintergrund sind nach Schätzungen im Jahr 2015 in Deutschland angekommen, davon etwa 300.000 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Diese Zahlen lassen ahnen: Im deutschen Bildungssystem (und nicht nur dort) wird sich in Zukunft einiges ändern. Kolleginnen und Kollegen stehen vor neuen, vor ungeahnten Aufgaben. Und manchmal werden wir auch vor scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen.

Bei Weitem gilt es ja nicht nur, die Sprachbarriere zu überwinden. Fachautor Knut Vollmer rät zu mehr Mut. Zum Mut, eine eigene, ganz persönliche Willkommenskultur zu entwickeln: für die Schule/Einrichtung, für die Klasse oder Gruppe und für sich selbst.

Veränderung als Chance sehen: Das tun auch die fünf Kinder und Jugendlichen, die mit eigener Fluchtgeschichte nach Deutschland kamen und die in dieser Ausgabe von KlasseKinder! dem großen Wort „Flüchtlinge“ ihr Gesicht leihen. In Kurz-Interviews stellen sie ihre spezielle Fluchtgeschichte vor. Eine mutige Leistung, denn keine dieser Geschichten war einfach.

Schätzungsweise ein Drittel der geflüchteten Kinder und Jugendlichen leidet unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (kurz: PTBS). Eine Tatsache, die selten erwähnt wird. Angesichts dieser Dimension von Leid, das die Schwächsten trifft, empfiehlt Kinder- und Jugendpsychiater und Traumaexperte Hubertus Adam, ganz genau hinzusehen. Schauen wir also hin: Nicht nur bei den Kindern in der eigenen Einrichtung, sondern auch bei dem, was sich in Deutschland und in Europa ereignet.

Herzlich

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