Ein Recht auf Risiko

Zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen gehört das unbeaufsichtigte Spielen in der Natur. Mit Gleichaltrigen traf ich mich hinter der Schule, wir zogen über die Wiesen und erforschten das angrenzende Wäldchen. Erwachsene waren nicht dabei. Wir mussten lediglich zum Abendbrot zu Hause sein. Seit dieser Zeit sind die Freiräume von Kindern merklich geschrumpft. Von Geburt an werden sie heute beobachtet, umsorgt und von Gefahrenquellen abgeschirmt. Mit dieser Entwicklung, ihren Ursachen und Folgen beschäftigen wir uns in diesem Heft. Unter anderem sprachen wir mit dem Kindheitsforscher Peter Höfflin. Er warnt: Das Sicherheitsdenken ver hindert, dass Kinder wichtige Risikokompetenzen erwerben. Auf unseren Streifzügen durch das nahe Wohnumfeld ist manchmal etwas passiert. Es gab aufgeschürfte Knie oder Streit und Tränen. Damit kamen wir Kinder meist zurecht. Am stärksten eingeprägt hat sich das Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

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