Alles rundum HasenMein Name ist Hase

Hasen sind vom Osterfest nicht wegzudenken. Wissenswertes und Kreatives rund um die fl nken Tiere gibt es hier zu entdecken

Mein Name ist Hase
70 km/h - diese Geschwindigkeit erreicht der Hase bei kurzen Strecken © Fotolia

Da rennt er!“ Bei einem Spaziergang einen Hasen zu Gesicht zu bekommen, ist derzeit keine Seltenheit. Denn die eigentlich dämmerungs- und nachtaktiven Tiere sind im Spätwinter und Frühjahr, zu Beginn ihrer Fortpflanzungszeit, auch tagsüber unterwegs. Mit etwas Glück kann man Feldhasen sogar dabei beobachten, wie sie gegeneinander boxen: Wenn sich das Männchen gegen die Häsin behaupten kann, stimmt diese der Paarung zu. Die Futtersuche führt die Tiere in diesen Tagen außerdem in die Nähe der Menschen. Kein Wunder also, dass die scheuen Hasen mit dem Verstecken der Ostereier in Verbindung gebracht wurden: Kaum hat man einen entdeckt, ist er auch schon wieder weg ...

Hinzu kommt, dass der Hase – ähnlich wie das Osterei – ein Symbolträger für Fruchtbarkeit und Leben ist: Mehrmals im Jahr kann das Weibchen Nachwuchs zur Welt bringen und ein Wurf zählt in der Regel zwei bis acht, manchmal auch bis zu 15 Junge. Eine Eigenschaft, die übrigens dazu führte, dass im Mittelalter der Verzehr von Hasenfleisch verboten wurde, da dies zur Unzucht verleiten sollte.

Konkurrenz für den Osterhasen

Der Osterhase wurde erstmals im Jahr 1682 in der Abhandlung Von Oster-Eyern erwähnt. Lange galt er jedoch nicht als das einzige Ostertier. In Teilen Deutschlands waren es Fuchs, Storch oder Hahn, die die Ostereier überbrachten, und in der Schweiz glaubte man an den Osterkuckuck. Durchgesetzt hat sich aber der Hase, nicht zuletzt wegen der kommerziellen Verbreitung des beliebten Motivs. Deutschstämmige Auswanderer verbreiteten den Glauben an den Osterhasen auch außerhalb Europas. Populär ist er insbesondere in den USA geworden, allerdings nicht wörtlich übersetzt als Easter Hare sondern als Easter Bunny – ein niedliches Osterkaninchen also. In Australien macht dagegen der Easter Bilby auf die bedrohten Großen Kaninchennasenbeutler aufmerksam. Klar, dass es dort diese Tiere mit den langen Nasen und Schwänzen auch als Schokofiguren zu kaufen gibt.

Apropos Schokolade: Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. wurden zum Osterfest 2012 insgesamt 187 Millionen Schokohasen produziert, von denen rund 83 Millionen ins Ausland gingen – der Osterhase ist eben ein echter Exportschlager.

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