Schöne Adventsrituale für die ganze FamilieBald ist Weihnachten

Kerzenlicht, Plätzchenduft, das Prasseln des Feuers im Kamin, der Genuss eines Bratapfels: Mit all dem verbinden wir den Zauber der Adventszeit. Unsere kleinen Rituale lassen Eltern und Kinder in dieser oft hektischen Zeit innehalten. Sie fördern den Zusammenhalt und das Geborgenheitsgefühl in der Familie.

Schöne Adventsrituale für die ganze Familie: Bald ist Weihnachten
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Barbara-Blüten

In manchen Familien ist es Brauch, am Barbaratag (4. Dezember) Kirschzweige abzuschneiden und ins Wasser zu stellen. Oft blühen sie dann zu Weihnachten. Schneiden Sie für jedes Familienmitglied Blüten aus weißem Tonpapier. Jeder schreibt oder malt dann auf seine Blüte, was er sich von den anderen wünscht. Die Erfüllung dieser Wünsche darf aber kein Geld kosten. Beispiele: Der kleine Bruder wünscht sich von seiner großen Schwester, dass sie öfter mit ihm spielt. Die Mutter wünscht sich Entlastung beim Einkaufen, der Vater Hilfe beim Bau eines Vogelhäuschens. Hängen Sie die Blüten an den Barbarazweig oder an den Adventskranz. Wenn ein Wunsch erfüllt wurde, wird die Blüte bunt ausgemalt. Schön ist es, wenn bis Weihnachten nur noch bunte Blüten am Adventskranz zu sehen sind.

Nikolaus im Wald

Sehr stimmungsvoll ist eine Begegnung mit dem Nikolaus im Wald. Ein Erwachsener verkleidet sich als Nikolaus und legt auf einem Waldweg Spuren für die Kinder - einen kleinen roten Apfel hier, eine Nuss oder einen Schokoladentaler in Goldpapier dort. Plötzlich bimmelt ein Glöckchen, und aus dem Wald taucht der Nikolaus auf. Er beschenkt Kinder und Erwachsene mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen. Nicht nur für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

Frühschicht

Manche Kirchengemeinden bieten in der Adventszeit so genannte Frühschichten an: Andachten mit Meditationen und anschließendem Frühstück im Gemeindehaus. Eine etwas abgewandelte Idee: Organisieren Sie mit befreundeten Familien an einem der Adventssonntage eine kleine Wanderung am frühen Morgen. Es ist ein schönes Erlebnis, im Dunkeln loszugehen und dann die aufgehende Wintersonne zu begrüßen. Die Stille ringsum tut den in der Adventszeit überreizten Sinnen gut. Vielleicht finden Sie unterwegs eine kleine Dorfkirche, in der sie kurz innehalten können. Danach wird gemeinsam gefrühstückt - bei einem der Mitwandernden oder in einem gemütlichen Lokal.

Krippenweg

Bereits am 1. Dezember wird die Krippe ohne Figuren aufgestellt. Dorthin führt ein Weg aus 24 Teelichtern (aus Sicherheitsgründen in Gläsern!) und 24 dicken Steinen. Jeden Tag wird ein weiteres Licht angezündet und Maria und Josef wandern einen Stein weiter, bis sie am Heiligen Abend an der Krippe ankommen. Ein schönes Ritual für jeden Tag: Singen Sie mit den Kindern ein Adventslied oder erzählen Sie eine kleine Geschichte.

Engelbecher

Kaufen Sie für jedes Familienmitglied einen weißen Teller und einen weißen Frühstücksbecher sowie Porzellan-Malstifte. Jeder darf an einem bestimmten Abend bei einem gemütlichen Adventskakao einen Teller und einen Becher mit Engeln bemalen. Im nächsten Jahr wird das Porzellan mit Sternen bemalt und im übernächsten mit Tannenbäumen. So kommt im Laufe der Jahre eine beachtliche Weihnachtsgeschirr-Sammlung zusammen und der gemeinsame Mal-Abend wird zu einem schönen Adventsritual.

Adventkönig

Sie brauchen viele Bauklötze, einen Würfel, Klebesternchen und für jede Spielrunde einen Schokoladentaler. Bauen Sie mit den Kindern aus den Klötzchen ein Haus ohne Dach. Ins Häuschen wird der Schokoladentaler gelegt. Bekleben Sie je zwei Seiten des Würfels mit einem, zwei und drei Sternen. Jeder Mitspieler nimmt so viele Bauklötze fort, wie er Sterne gewürfelt hat. Der Spieler, der den letzten Klotz abräumt, bekommt den Schokoladentaler. Wer nach mehreren Durchgängen die meisten Taler hat, ist Adventkönig und darf sich eine Geschichte wünschen.

Wir suchen den Superstar

Veranstalten Sie ein fröhliches Weihnachtslieder-Singen mit der ganzen Familie und nehmen Sie es mit einem Mikrofon am Computer auf. Hausmusik auf Flöte, Klavier oder einem anderen Instrument, Gedichte und Vorlesegeschichten runden das Ganze ab. Alles wird auf CD gebrannt und den Großeltern zu Weihnachten geschenkt. Am besten brennen Sie gleich eine CD für Ihre Familie mit. Denn diese "Superstars" stehen auch nach Jahren noch in den Charts ganz weit oben.

Weihnachtscollage

Wer kann sich noch an das letzte Weihnachtsfest erinnern? Wie war der Baum geschmückt? Wer kam zu Besuch? Welche Lieder wurden im Kindergottesdienst gesungen? Erstellen Sie gemeinsam mit den Kindern eine Collage: Jeder malt oder klebt auf, was ihm beim letzten Mal besonders gut gefallen hat. Das steigert die Vorfreude auf das diesjährige Fest.

Krippenstroh

Ein fast vergessener Brauch aus alten Zeiten: Die Krippe wurde bereits am ersten Adventssonntag aufgestellt - allerdings ohne Figuren. Bis zum Heiligen Abend sollte sie mit Stroh gefüllt sein. Nach jeder guten Tat durften die Kinder dann einen Strohhalm in die Krippe legen. Es sollten bis Weihnachten möglichst viele sein, damit das Jesuskind weich lag. Diesen Brauch können Sie - etwas abgeändert - wieder neu aufleben lassen und dabei nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen einbeziehen. Hier einige Ideen, mit denen kleine und große Kinder Strohhalme sammeln können: morgens früher aufstehen als alle anderen und den Tisch besonders schön geschmückt decken; beim Teilen des Kuchens der Schwester das größere Stück überlassen; für die alte Nachbarin Gehweg und Hausaufgang vom Schnee befreien usw.

Sterne suchen

Schneiden Sie aus braunem und dunkelgrünem Tonkarton Sterne aus und hängen Sie diese in kahle Sträucher, kleine Tannen und Taxushecken. Nun dürfen die Kinder auf die Suche gehen. Wer die meisten Sterne einsammelt, bekommt eine kleine Überraschung. Wer gar den Stern mit einem winzigen goldenen Klebestern erwischt, darf bestimmen, was es am nächsten Tag zum Essen geben soll.

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