Erfinden oder nachkochenEin anderer Blick auf MINT

Wie können pädagogische Fachkräfte die naturwissenschaftlichen, mathematisch logischen und technischen Interessen der einzelnen Kinder erkennen und begleiten? Antworten auf die Frage fanden Dorothea Schulze und Sabine Zeitler in ihrer „Zerkleinerungs- Werkstatt“, einem Workshop für und mit Erzieher/innen.

Der Beitrag in 150 Wörtern

Das Interesse von Kindern an Mathematik, Naturwissenschaft und Technik lässt sich nicht einfach nebenbei erkennen. Um es zu entdecken, können Fachkräfte unter anderem: gemeinsam die Entwicklungsdokumentationen der Kinder daraufhin gezielt untersuchen, eine Rundreise durch die Kita machen, um zum Beispiel herauszufinden, wo in der Kita es mechanische Funktionsweisen zu entdecken gibt, und sich beim Beobachten und Dokumentieren fragen, was das jeweilige Kind erkundet, welche Frage es stellt. Ein Beispiel: Lina versucht in der Werkstatt einen mechanischen Wecker auseinanderzubauen. Ist es der Mechanismus der Zahnräder oder geht es ihr darum zu verstehen, wie die Einzelteile angeordnet sein müssen, damit sie in das Gehäuse passen? Nun bieten Fachkräfte neue und zum Interesse passende Herausforderungen: Gibt es weitere Zahnräder in der Kita? Wo? Oder: In welcher Reihenfolge müssen die drei Schüsseln ineinandergestellt werden, damit sie auf das untere Regalbrett passen? Es geht also nicht darum, Kindern ein festgelegtes Experiment vorführen und sie es nachmachen zu lassen. Denn so besteht keine Möglichkeit, eigene Fragen zu entwickeln und herauszufinden, wie eine Antwort gefunden werden kann. Stattdessen braucht die Kita Alltagsmaterialien, die die Kinder zerlegen, anordnen und vergleichen, mit denen sie etwas verbinden und konstruieren können, Fundstücke aus der Natur, die Interesse wecken – eine Erfinderwerkstatt eben, in der es immer wieder neue Dinge und Funktionsweisen zu erforschen und zu entdecken gibt.

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