Kongruenz

Die Verwendung des Begriffs ist in der Pädagogik/Kleinkindpädagogik in der Regel an die Definition von Carl Rogers, Begründer der Personenzentrierten Gesprächstherapie (Psychotherapie), angelehnt. Carl Rogers versteht unter Kongruenz: Echtheit, Unverfälschtheit, oder/und Transparenz seitens des Therapeuten [der pädagogischen Fachkraft] (vgl. Kreuziger 2000). „Rogers [macht mit seinem Verständnis] klar, daß es dem Klienten [Kind] in einer Beziehung nur möglich ist zu wachsen, wenn ihm der Therapeut [die pädagogische Fachkraft] so gegenübertritt, wie er [sie] wirklich ist. Das heißt, er [sie] ist in dieser Beziehung, in diesem Moment selbst auch Mensch, kann also auch über seine [ihre] Gefühle und Einstellungen offen reden und stellt sich nicht als jemanden [jemanden] dar, der [die] etwa nur aufgrund seiner [ihrer] Profession in der Hierarchie weiter oben angesiedelt ist als der Klient [das Kind]. Der Therapeut [Die Pädagogin/der Pädagoge] muß (und darf) sich also nicht hinter Fassaden, Rollen und Floskeln verstecken, sondern muß sich in die Situation gerade auch emotional einbringen können – eine unmittelbare echte Beziehung von Person zu Person eingehen. Dabei darf [sie/]er sich selbst als Person nicht verleugnen, darf keine Abwehrhaltungen einnehmen und vor allem muß [sie/]er sich als [Helfende/]Helfer [ihres/] seines Gegenübers verstehen, [die/]der aus dieser Beziehung ebenfalls gestärkt und mit neuen Lernerfahrungen hervorgehen kann“ (Kreuziger 2000).