Kosmopolitismus und menschliche NaturForderungen einer Ethik für Erdlinge

Abstract

Bezüge auf eine menschliche Natur werden in der Diskussion um eine globale Ethik als eine wichtige theoretische Ressource genutzt. Dieser Beitrag reflektiert diese Methode in kritischer Absicht. Es wird erklärt, inwiefern ein ethischer Kosmopolitismus als Grundlage einer globalen Ethik geeignet ist. Dann werden Optionen erörtert, innerhalb eines Kosmopolitismus Bezüge auf die Natur des Menschen herzustellen. Eine biologistische Ausdeutung der Natur wird ebenso abgelehnt wie eine Ausdeutung der Natur als Universalie. Der Fähigkeitenansatz von Nussbaum dagegen ist geeignet als Grundlegung einer an der menschlichen Lebensform orientierten Ethik. Abschließend wird eine »Ethik für Erdlinge« entwickelt, die ethische Forderungen mit Rücksicht auf den Umgang mit und die Verteilung von Naturgütern deutlich macht.

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