Bitten und Fürbitten

Das Gebet für andere, für die Nöte der Menschen und um das Heil der Welt ist eine der Hauptaufgaben der Christen und hat daher seit ältester Zeit einen festen Platz im Gottesdienst. Die katholische Liturgie unterscheidet zwischen „Bitten" und „Fürbitten": Während der Beter in den Bitten für eigene Anliegen betet - so kommen sie in den Laudes (dem kirchlichen Morgenlob) vor -, betet die Gemeinde in den „Fürbitten" grundsätzlich für andere Mensche und ihre Nöte und Sorgen. Fürbitten haben ihren Platz in der Vesper (dem kirchlichen Abendlob) und in der Eucharistiefeier.

Wer Fürbitten für einen Gottesdienst vorbereitet, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt frei Fürbitten von den Versammelten formulieren oder man trägt vorformulierte Fürbitten vor.

Bei freien Fürbitten ist eine gute und aussagekräftige Einleitung mit Einladung wichtig. Etwa so: „Wir wollen nun zu Gott beten und ihm die Sorgen und Nöte der Menschen anvertrauen, damit er sich ihnen besonders zuwende. Jeder und jede ist nun eingeladen, Anliegen oder Menschen, für die er oder sie beten möchte, zu nennen. Wir alle stimmen dann ins Gebet ein mit dem Ruf ‚Hilf, o Herr, wir bitten dich!'"

Beim Vor-Formulieren von Fürbitten ist es wichtig auf folgendes zu achten: Bitten wirklich „für" andere oder „um" etwas (das auch wirklich in Gottes Macht liegt) formulieren. Bei mehreren Fürbitten möglichst auf eine einheitliche Form (Satzbau) verwenden. Die Fomulierungen sollen die hörende Gemeinde nicht informieren, sondern zum Beten einladen.

Redaktion