Hier bin ichJahresschlussgottesdienst mit Jahresrückblick 2020

Stand: 12. November 2020

Der folgende Vorschlag orientiert sich am Aufbau einer Wort-Gottes-Feier. Diese Feierform hatte die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils auch für die Vorabende der höheren Feste vorgeschlagen (SC 35).
Die Elemente eignen sich ebenfalls für eine Vesper mit ausführlicher Verkündigung des Wortes Gottes. Wegen der aktuellen Situation musste leider der Gemeindegesang ersetzt werden.

Eröffnung

  • Orgel/Instrumentalmusik oder Kantor/in: GL 257/KG 355: Der du die Zeit in Händen hast
  • Gottesdienstleiter/in: Kreuzzeichen, liturgischer Gruß
    Wir haben uns versammelt, um am Ende des Jahres Gottes Gegenwart zu feiern und Rückschau zu halten. Schon zu Beginn des Jahres kam es zur weltweiten Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus. Die Staaten reagierten mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
    Auch das kirchliche Leben kam vorübergehend fast vollständig zum Erliegen. Papst Franziskus reagierte auf die Krise, indem er mitten in der Fastenzeit den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ erteilte. Da wir uns derzeit beim Betreten der Kirche nicht mit Weihwasser segnen können, stellen wir heute an den Anfang unserer Feier das Taufgedächtnis.
  • Taufgedächtnis: Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Festtage (Trier 2004/2015), S. 52 f./Die Wort-Gottes-Feier am Sonntag (Freiburg/Schweiz 2014), S. 86; vgl. GL 576; KG 17
  • während der Besprengung:
    Orgel oder K: GL 162/KG 64: Mit lauter Stimme ruf ich zum Herrn

Verkündigung

  • Lesung: Gen 9,1a.12–17 (Lektionar zum Stundenbuch II/4,34)
  • Psalm 111: GL 60/KG 271, im Wechsel gesprochen oder von Kantor/in vorgetragen
  • Lesung: Jes 58,6–11 (Lektionar zum Stundenbuch I/2,9 oder ML VIII, 176)
  • Psalm 112: GL 61
  • Lesung: Joël 1,2–3.9.13.14a (Bibel)
  • Psalm 146: GL 77/KG 636/U 219
  • Orgelspiel in der Art einer Fanfare
  • Evangelium: Mk 4,35–41 (ML VIII, 284)
    K: GL 283: Aus der Tiefe rufe ich zu dir (nach Ps 130,1–2)/KG 384: Aus tiefer Not schrei ich zu dir (nach Ps 130)
    L: Uns geht es wie den Jüngern Jesu: „Kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ Man kann an Gottes Schweigen verzweifeln. Die allgemeine Verängstigung trifft auch uns, die wir mit allen Menschen „in einem Boot sitzen“. Der Papst benutzte die Boot-Metapher während des Lockdowns zu seinem Appell zu weltweiter Solidarität: Pandemie, Klimakrise, Flüchtlingspolitik.
    Was die Pandemie uns heute antut, finden wir auch in den Büchern des Alten Testaments – ein anschauliches Bild davon gibt Joël 1,2–20: Wirtschaft und Handel litten, soziale Kontakte waren eingeschränkt, die Organisation des Alltags war schwierig, selbst Speise- und Trankopfer blieben versagt.
    In solcher Not verlangte Gott, der als Zeichen des Bundes den Regenbogen in die Wolken gesetzt hat, gelebte Solidarität, wie es das dritte Jesaja-Buch auf den Punkt bringt: „Dann geht im Dunkel dein Licht auf. Der Herr wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt.“ Dann gilt die Verheißung: „Wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.“
    – kurze Stille –
  • Orgelmusik oder Chorgesang
    oder K: GL 424/KG 541: Wer nur den lieben Gott lässt walten

Rückblick

Mehrere Sprecher/innen tragen im Wechsel Nachrichten des Jahres vor:

  • Am 1. Januar endet in Breslau/Wroclaw das 42. Europäische Taizé-Jugendtreffen mit 15tausend jungen Erwachsenen.
  • Bei der Sternsingeraktion stehen diesmal Kinder im Libanon im Mittelpunkt. Mehr als 300 000 Kinder und Jugendliche sammeln 50 Millionen Euro an Spenden.
  • Seit Silvester anhaltende Regenfälle fordern im Januar in der indonesischen Hauptstadt Jakarta viele Todesopfer, zehntausende Menschen müssen evakuiert werden.
  • Die 12. ökumenische „Mehr“-Konferenz findet vom 3. bis 6. Januar mit einem Besucherrekord in Augsburg statt.
  • Wenige Tage nach der Tötung eines iranischen Generals durch die US-Armee wird am 8. Januar im Iran ein ukrainisches Passagierflugzeug wenige Minuten nach dem Start in Teheran auf dem Weg nach Kiew mit 176 Personen an Bord abgeschossen.
  • Gigantische Wald- und Buschbrände im Südosten Australiens töten im Januar und Februar mehr als eine Milliarde Tiere und zerstören Häuser und ganze Dörfer.
  • Seit dem 12. Januar sorgt das Buch des Kurienkardinals Robert Sarah zum Zölibat für Wirbel. Sarah muss nachträglich die Angabe Benedikts XVI. als Mitautor zurückziehen.
  • Beim Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land vom 11. bis 16. Januar fordern Vertreter von zehn Bischofskonferenzen ihre Regierungen auf, mehr für den Frieden zu tun.
  • Bei dem bisher größten Gipfeltreffen zur Lösung des Konflikts in Libyen verpflichten sich 16 Staaten und Organisationen am 19. Januar in Berlin, einen Waffenstillstand und das UN-Waffenembargo einzuhalten.
  • Beim 50. Weltwirtschaftsforum in Davos vom 21. bis 24. Januar fordert die Klimaaktivistin Greta Thunberg die Mächtigen zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf.
  • Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sterben am 24. Januar 41 Menschen, 1600 werden verletzt.
  • Nachdem in der chinesischen Stadt Wuhan im Januar das neuartige Coronavirus ausgebrochen ist, stuft die WHO am 30. Januar die Krankheit als Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite ein; am 11. März wird sie offiziell zur Pandemie erklärt.
  • Am 31. Januar tritt das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union aus.
  • Vom 31. Januar bis zum 2. Februar tagt in Frankfurt am Main zum ersten Mal die Vollversammlung des Synodalen Wegs der katholischen Kirche in Deutschland.
  • Am 2. Februar wird der bisherige Kärntner Caritas-Direktor Josef Marketz zum Bischof von Gurk-Klagenfurt geweiht.
  • Das Erzbistum Köln übernimmt am 2. Februar die Hochschule der Steyler Missionare. Sie trägt den neuen Namen „Kölner Hochschule für Katholische Theologie – St. Augustin“.
  • In seinem nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“ vom 2. Februar verwirft der Papst weder die Vorschläge der Amazonas-Synode noch stimmt er ihnen ausdrücklich zu.
  • In Thüringen löst am 5. Februar die Wahl eines Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD eine Regierungskrise und breiten Widerstand aus.
  • Am 9. Februar wird erstmals der 4. Sonntag im Jahreskreis als Wort-Gottes-Sonntag begangen.
  • Seit Mitte Februar erleben viele Länder in Nahost, Asien und Afrika eine Heuschreckenplage „biblischen Ausmaßes“.
  • Bei einem rassistisch motivierten Terroranschlag werden im hessischen Hanau am 19. Februar zehn Menschen ermordet.
  • Am 1. März stirbt in Nicaragua der Befreiungstheologe Ernesto Cardenal im Alter von 95 Jahren. Anfang März beginnen Fachleute die Erforschung der Archive Pius’ XII., die coronabedingt wieder unterbrochen werden muss.
  • Der Limburger Bischof Georg Bätzing wird am 3. März als Nachfolger von Kardinal Reinhard Marx zum neuen Vorsitzenden der DBK gewählt.
  • Covid-19 verbreitet sich weltweit. Seit Anfang März schockieren extrem hohe Todeszahlen, insbesondere in Italien und New York.
  • Schon früh veranlassen die Kirchen erste Vorsichtsmaßnahmen, und von Mitte März bis Ende April finden keine öffentlichen Gottesdienste statt.
  • Das gesamte gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben verändert sich schlagartig. Seit dem 16. März sind Schulen, Betriebe und viele Geschäfte in Deutschland wochenlang geschlossen. Fußballspiele werden als „Geisterspiele“ ausgetragen.
  • Am 26. März findet per Videokonferenz ein Notfallgipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer statt, um eine koordinierte globale Reaktion gegen die Covid-19-Pandemie zu planen.
  • Am 27. März betet der Papst einsam auf dem menschenleeren Petersplatz um das Ende der Corona-Pandemie und spendet außerordentlich den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“.
  • Anfang April richtet Papst Franziskus eine erneute Kommission der Glaubenskongregation zum Frauendiakonat ein.
  • Nachdem der französische Kardinal Barbarin im Januar vom Vorwurf der Nichtanzeige sexuellen Missbrauchs freigesprochen worden ist, wird am 7. April der australische Kardinal Pell vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen.
  • Familienbesuche und Gottesdienste finden zu Ostern nur online statt. Rom erlebt die Kar- und Osterwoche ohne Pilger. Papst Franziskus ruft die internationale Staatengemeinschaft auf, insbesondere die Armen in Afrika, Asien und im Nahen Osten zu unterstützen und betroffenen Staaten Schulden zu erlassen.
  • Schwere Unwetter mit mehreren Tornados hinterlassen am Ostersonntag im Süden der USA eine Schneise der Verwüstung. In mehr als 1,3 Millionen Haushalten fällt der Strom aus.
  • Am 1. Mai ernennt Papst Franziskus außerplanmäßig den erst im Dezember neu ernannten Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinalspriester Luis Antonio Tagle, zum Kardinalbischof.
  • Am 4. Mai stellt das Landgericht Duisburg den Loveparade-Prozess nach knapp zweieinhalb Jahren ohne Urteil ein.
  • Der Aufruf „für die Kirche und für die Welt“ („Veritas liberavit vos“) konservativer Prälaten vom 8. Mai, in dem sie die Gefährlichkeit des Coronavirus infrage stellen, stößt global bei Kirchenvertretern auf Ablehnung und Empörung.
  • Ab Mitte Mai werden auch in Italien die Gottesdienste wieder schrittweise geöffnet.
  • Am 20. Mai verwüstet der Zyklon „Amphan“ Teile Indiens und Bangladeschs.
  • Ein pakistanisches Passagierflugzeug stürzt am 22. Mai in tschi in ein Wohngebiet und fordert 97 Todesopfer.
  • Am 25. Mai wird in Minneapolis der Afroamerikaner George Floyd durch einen Polizisten getötet. Die daraufhin beginnenden Proteste gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt breiten sich unter dem Slogan „Black Live Matters“ international aus. Kirchen in den USA stellen sich hinter die landesweite Entrüstung.
  • Domdekan und Diözesanadministrator Bertram Meier wird am 6. Juni zum Bischof von Augsburg geweiht. Weil die für den 21. März geplante Bischofsweihe wegen der Covid-19-Pandemie zunächst verschoben werden musste, hatte ihn der Papst am 25. März zum Apostolischen Administrator ernannt.
  • Erzbischof Franz Lackner (Salzburg) wird am 16. Juni zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz gewählt.
  • Nach den Corona-Ausbrüchen in mehreren deutschen Fleischbetrieben und im Blick auf die in Schlachthöfen tätigen Werkvertragsarbeiter prangert die katholische Kirche am 20. Juni „Ausbeutung und sklavereiähnliche Praktiken“ an.
  • Nach Bekanntwerden einer Bilanzfälschung in Höhe von 2 Milliarden Euro beim Finanzdienstleister wirecard stürzt dessen Börsenkurs am 22. Juni ab. Am 25. Juni ist die Firma insolvent.
  • Ende Juni findet der fünfte Flüchtlingsgipfel der DBK als Videokonferenz mit 130 Teilnehmern statt.
  • Der dritte heiße Sommer in Folge verursacht wieder Dürre weltweit. Die Waldbrände in Kalifornien werden zu einer der größten Brandkatastrophen in der jüngeren Geschichte Amerikas.
  • Am 6. Juli treten die USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO aus.
  • Emmanuel Sfiatkos wird im Juli zum neuen orthodoxen Bischof in Berlin geweiht.
  • Ein Großfeuer in der Kathedrale von Nantes zerstört am 18. Juli unter anderem die historische Orgel.
  • In der Debatte um die überraschend veröffentlichte Instruktion der Kleruskongregation „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ vom 20. Juli prallen gegensätzliche Kirchenbilder aufeinander. Bischof Ackermann zieht die Trierer Bistumsreform endgültig zurück. Die Mehrzahl der deutschen Bischöfe äußert sich kritisch zu dem Papier. Die Kleruskongregation lädt zu einem klärenden Gespräch ein.
  • Seit dem 24. Juli wird in Istanbul die ursprünglich christliche Kirche Hagia Sophia aus dem 6. Jahrhundert wieder als Moschee genutzt. Die Umwandlung wird von Religionsvertretern international kritisiert.
  • In Tokio hätten am 24. Juli die Olympischen Spiele eröffnet werden sollen. Sie werden ins Jahr 2021 verschoben.
  • In ihrem „Brief an das Volk Gottes“ vom 25. Juli klagen 152 Bischöfe aus Brasilien die Covid-19-Politik der Regierung an und werfen Präsident Jair Bolsonaro vor, er missbrauche die Religion, um Hass zu säen.
  • Anfang August beruft Papst Franziskus sechs Frauen in den 15-köpfigen vatikanischen Wirtschaftsrat, der weiterhin von Kardinal Marx geleitet wird.
  • Anfang August lehnt die Glaubenskongregation die Praxis ab, die Taufformel in der Wir-Form zu spenden.
  • Am 4. August zerstört eine Explosion im Hafen von Beirut die libanesische Hauptstadt. Über 220 Menschen sterben, über 6000 werden verletzt und 300 000 werden obdachlos.
  • Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra spukt am 10. August eine mehrere Kilometer hohe Aschesäule aus. 30 000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen.
  • Am 15. August schickt die EKD ihr Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ erstmals ins Mittelmeer. Es wird kurz darauf im Hafen von Palermo vorübergehend festgesetzt.
  • Am 15. August bricht der Tanker Wakashio vor Mauritius auseinander, nachdem er am 25. Juli auf ein Riff aufgelaufen war. Mehr als 1000 Tonne Treibstoff treten aus und verursachen eine Ölpest nahe dem Strand Mahébourg.
  • Nach dem Militärputsch in der westafrikanischen Republik Mali am 18. August kommt es zu einer Übergangsregierung unter Beteiligung der Opposition.
  • Am 20. August wird der russische Anwalt und Oppositionspolitiker Alexei Nawalny mit einem Nervenkampfstoff vergiftet. Die EU kritisiert das Verhalten der russischen Regierung und verhängt im Oktober Sanktionen gegen mitverantwortliche Personen.
  • Proteste gegen die Corona-Politik der Bundesregierung eskalieren am 29. August in Deutschland, als rechtsextreme Demonstranten auf die Treppe des Reichstagsgebäudes in Berlin stürmen.
  • Das neue „Direktorium für die Katechese“ liegt seit Ende August in offizieller deutscher Übersetzung vor.
  • Anstelle der auf Februar 2021verschobenen zweiten Versammlung des Synodalen Wegs finden am 4. September zeitgleich Regionenkonferenzen statt in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Ludwigshafen und München.
  • Am 4. September wird der Ceneri-Basistunnel im Schweizer Kanton Tessin eröffnet.
  • Die DBK ruft den 6. September zum „Sonntag der Solidarität“ aus, um weltweit Menschen zu helfen, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.
  • Am 8. September zerstört ein Brand das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Nur wenige Länder der EU erklären sich bereit, anerkannte Flüchtlinge und unbegleitete Jugendliche aufzunehmen. Provisorisch wird das neue Flüchtlingslager Kara Tepe hochgezogen. Die deutsche Regierung beschließt nach langem Ringen, 1553 Menschen aufzunehmen.
  • Am 15. September unterzeichnen Israel sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrein Friedensverträge und nehmen diplomatische Beziehungen auf.
  • Bei der größten Demonstration in der Geschichte Weißrusslands gehen am 16. September 500 000 Menschen auf die Straße, um gegen die international nicht anerkannten Präsidentschaftswahlen und gegen den seit 26 Jahren regierenden Alexander Lukaschenko zu protestieren. Kirchenvertreter solidarisieren sich. Dem Erzbischof von Minsk wird die Rückkehr von Polen nach Belarus verweigert. Oppositionsführerinnen werden abgeschoben oder inhaftiert.
  • Rund um den Gedenktag der mittelalterlichen Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen am 17. September findet im Rahmen des „Internationalen Jahres des Wortes Gottes“ in mehreren Bistümern die Aktion „Frauen verkünden das Wort“ statt.
  • Bei der Herbstvollversammlung der DBK vom 22. bis 24. September in Fulda stehen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das kirchliche Leben und der weitere Fortgang des Synodalen Wegs insbesondere nach den gerade stattgefundenen Regionenkonferenzen im Mittelpunkt.
    Die Bischöfe verschieben eine Abstimmung über die eucharistische Gastfreundschaft, nachdem die Glaubenskongregation dem deutschen Ökumene-Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ eine Absage erteilt hat.
    Außerdem einigen sich die Bischöfe auf ein neues Verfahren zur „Anerkennung des Leids“ für Opfer sexuellen Missbrauchs.
  • Der wegen Vetternwirtschaft beschuldigte Präfekt der Kongregation für Heilig- und Seligsprechungen, Kardinal Angelo Becciu, tritt am 24. September von allen Ämtern zurück.
  • In Sankt Andrä am Zicksee (Burgenland/Österreich) wird am 26. September der Grundstein für das erste griechisch-orthodoxe Kloster in Österreich gelegt.
  • Bei Volksabstimmungen in der Schweiz wird am 27. September die Volksinitiative zur Begrenzung der Zuwanderung mit großer Mehrheit abgelehnt.
  • Die Kämpfe zwischen Truppen aus Armenien und Aserbaidschan im Konflikt um die Region Bergkarabach eskalieren Ende September. Die christlichen Armenier fürchten um ihre Existenz. Nach entscheidenden Niederlagen Armeniens schließen beide Parteien im November ein Friedensabkommen unter Vermittlung Russlands.
  • Am 30. September würdigt Papst Franziskus den Kirchenlehrer Hieronymus zu dessen 1600. Todestag mit dem Apostolischen Schreiben „Scripturae Sacrae affectus“.
  • Wochenlanger Regen verursacht im Sudan Mitte September eine Jahrhundertflut. Hunderttausende Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage.
  • Am 3. Oktober unterzeichnet Papst Franziskus seine dritte Enzyklika: In „Fratelli tutti“ wendet er sich nach der Corona-Pandemie gegen Nationalismus und fordert internationale Solidarität mit Benachteiligten sowie die notwendige ökologische Wende.
  • Am 4. Oktober wird bei einem Angriff vor der Hamburger Synagoge ein jüdischer Student während des jüdischen Laubhüttenfestes schwer verletzt.
  • Der 2006 an Leukämie gestorbene Teenager und in Italien als „Cyber-Apostel“ populäre Informatikfan Carlo Acutis wird am 10. Oktober seliggesprochen.
  • Am 10. Oktober wird der Augsburger Friedenspreis Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm verliehen.
  • Der islamistisch motivierte Mord am 16. Oktober an einem französischen Lehrer, der im Unterricht über Meinungs- und Glaubensfreiheit gesprochen hatte, löst weit über Frankreich hinaus Entsetzen aus. Es kommt zu bewegenden Solidaritätskundgebungen am Wochenende.
    Zwei Wochen später sterben bei einem weiteren Anschlag drei Menschen in der Kathedrale von Nizza.
  • Am 25. Oktober stimmt eine Mehrheit von 78 Prozent der Chilenen dafür, die aus der Zeit der Militärdiktatur stammende Verfassung zu ersetzen.
  • Am 31. Oktober wird der Flughafen Berlin-Brandenburg nach 14-jähriger Bauzeit eröffnet.
  • Im Herbst eskalieren die Corona-Infektionen europaweit. Im November kommt es in Deutschland und Österreich erneut zu einem Lockdown mit Kontaktbeschränkungen und Schließungen in den Bereichen Freizeit, Kultur und Gastronomie.
  • Nahe Wiens Hauptsynagoge erschießt am 2. November ein islamistischer Terrorist vier Passanten, 23 Menschen werden dabei teils schwer verletzt.
  • Nach einem „vergifteten“ Wahlkampf wird am 3. November Donald Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA gewählt.
  • Der Hurrikan „Eta“ wütet seit 3. November in Mittelamerika und den USA, die durch ihn hervorgerufenen Sturmfluten, Überschwemmungen und Erdrutsche kosten mehreren Hundert Menschen das Leben, mehrere Hunderttausende werden evakuiert.
  • Am 21./22. November findet in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad der diesjährige G-20-Gipfel statt.
  • Am 28. November kreiert Papst Franziskus 13 neue Kardinäle.
  • Am 10. Dezember wird in Oslo das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
  • Das geplante 43. Europäische Taizé-Jugendtreffen in Turin wird wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben. Stattdessen findet das Treffen ab dem 27. Dezember erstmals in Taizé statt, ergänzt um ein weltweites Online-Programm.
  • Hinweise auf Ereignisse im eigenen Bistum: Jubiläen, Diözesanversammlungen, Wallfahrten, Personalien …
  • Im Jahr 2020 wurden in unserer Gemeinde … Kinder und … Erwachsene getauft.
  • … Kinder feierten ihre Erste Heilige Kommunion.
  • … Jugendliche und … Erwachsene empfingen die Firmung.
  • … Ehepaare schlossen den Bund des Lebens im Sakrament der Ehe.
  • (Evtl. Kirchen- oder Altarweihe, Pfarrgemeinderatswahlen, neue pastorale Mitarbeiter/innen, Primiz, andere wichtige Ereignisse)
  • Der Herr rief … Gemeindemitglieder zu sich in sein ewiges Reich.
  • Es geht nicht nur um Schlagzeilen, Daten oder Zahlen, sondern auch um uns selbst. Was war für jede und jeden von uns am wichtigsten?
    – Stille –
  • K: GL 421/U 106: Mein Hirt ist Gott, der Herr/KG 545: Mein treuer Hirte ist der Herr (nach Ps 23)
    L: Wir vertrauen dem Herrn der Zeit. Sein Friede sei allezeit mit uns.

Lobpreis, Dank und Bitte

  • Lob- und Dankgebet: GL 670,9/vgl. KG 371 oder 539
    oder: Magnificat: GL 631,4/KG 274/U 141
  • Fürbitten:
    L: Im Vertrauen auf den Herrn legen wir das Jahr in seine Hand und bitten ihn in unseren Anliegen: Gott, unser Vater.
    Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.
    Sprecher/in:
    • Wir beten für die Erneuerung der Kirche: um Fortschritte bei ihrer missionarischen Sendung und den pastoralen Herausforderungen.
    • Für unsere Gemeinde (Gemeinschaft): um Solidarität untereinander und ein gelebtes Zeugnis des Glaubens für die Welt.
    • Für alle Menschen auf dieser Erde: um ein Ende der Corona-Pandemie und ein neues Miteinander in Solidarität.
    • Für die Völker und die Verantwortlichen in den Ländern unserer Welt: um die Überwindung nationaler Egoismen.
    • Für die 80 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind: um die Achtung der Würde eines jeden einzelnen.
    • Für den Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung: um die Bereitschaft aller zu einem nachhaltigen Wandel unserer gegenwärtigen Lebensweise.
    • Für unsere Verstorbenen des Jahres, deren wir dankbar gedenken: um ein Leben in Fülle bei dir.
    L: Lasst uns beten, wie unser Herr Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:
    A: Vater unser ...

Abschluss

  • Gebet: MB2, TG S. 1088
  • Segensbitte: Der Leiter/Die Leiterin beschließt den Gottesdienst mit persönlichen Segenswünschen und der Segensbitte: GL 671,3/KG S. 368
    oder: Wort-Gottes-Feier. Werkbuch, S. 63
    oder: Versammelt in seinem Namen. Tagzeitenliturgie – Wort-Gottes-Feier – Andachten an Wochentagen. Werkbuch (Trier 2008/2016), S. 130
    oder: Die Wort-Gottes-Feier am Sonntag, S. 61
  • Entlassung:
    L:
    Singet Lob und Preis.
    A: Dank sei Gott, dem Herrn.
  • Orgel/Instrumentalmusik
    oder K: GL 258/KG 356: Lobpreiset all zu dieser Zeit

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