Liebe Leserin, lieber Leser!

Ob Fasching, Fasnet oder Karneval: Die närrische Zeit wird in diesem Jahr den Februar sicher prägen, da die Fastenzeit erst im März beginnt. Unsicher dagegen ist das Wetter: Den Februar erleben wir manchmal als neuen Wintereinbruch, aber auch oft als Vorboten des Frühlings. Wie der Klimawandel diesen Monat beeinflussen wird, wissen wir nicht. Im letzten Jahr haben wir allerdings erfahren: Wenn der äußere Rhythmus der Natur durcheinander gerät, hat das oft auch Auswirkungen auf uns, auf unser körperliches und seelisches Befinden. Wir müssen uns neu auf die äußeren Verhältnisse einstellen. Klar ist: Wir können mit unseren kleinen Schritten den Klimawandel nicht aufhalten. Trotzdem werden auch viele kleine Schritte Auswirkungen auf die Entwicklung der Umwelt haben. Der Potsdamer Klimaforscher Schellnhuber, der gemeinsam mit Papst Franziskus die Enzyklika „Laudato si“ vorstellen durfte, hat jüngst ein eindringliches Buch geschrieben: „Selbstverbrennung“. Die katastrophalen Waldbrände in Kalifornien Ende des letzten Jahres haben mich an diesen Titel erinnert. Wir sind in Gefahr, uns selbst zu verbrennen, wenn wir den Schutz unserer Umwelt nicht ernst nehmen. Um unser Verhalten zu ändern, um achtsam und liebevoll mit der Natur umzugehen, braucht es freilich nicht nur rationale Argumente. Es braucht auch die spirituelle Dimension: die Erfahrung der Natur als schöne Schöpfung Gottes. So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit im Februar: Momente der Freude und Ausgelassenheit, aber auch eine Zeit der Besinnung auf die Zukunft unseres Planeten, und eine Zeit der Achtsamkeit auf die Schönheit der Schöpfung Gottes, die uns in der Schönheit der Natur aufleuchtet.

Ihr Pater

Anselm Grün

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