Liebe Leserin, lieber Leser!

Als ich Anfang September zu Vorträgen in Ostmalaysia war, haben mich drei Jugendkurse besonders gefreut. Zwischen 80 und 150 Jugendliche nahmen daran teil. Ihnen habe ich sieben Sehnsüchte dargestellt, die junge Menschen heute haben. Obwohl ich die jungen Menschen in Ostmalaysia ja kaum kenne, haben auch sie sich in diesen Sehnsüchten wiedererkannt. Dann haben wir Übungen gemacht, in denen wir biblische Texte spielerisch darstellten. Obwohl das für diese Jugendlichen neu war, haben sie sich spontan darauf eingelassen. Auf einmal ist ihnen unmittelbar die stärkende Wirkung eines biblischen Textes aufgegangen. Besonders engagiert beteiligt waren sie bei der Übung zu Johannes 5. Jeder schrieb auf einen Zettel, was sein „Bett“ ist, also: was ihn daran hindert, aufzustehen und sein Leben selbst zu gestalten. Und dann hat einer dem anderen sein Blatt gereicht mit dem Befehl: „Steh auf, nimm dein Bett und geh!“ Für mich selber ist dieser biblische Satz jahrelang wichtig geworden. Er bewahrt mich immer wieder davor, lange herumzugrübeln, bevor ich etwas schreibe oder mache. Ich höre kurz in mich hinein und dann sage ich mir vor: „Steh auf, nimm dein Bett und geh!“ Das wünsche ich auch Ihnen: dass Sie bei Entscheidungen nicht auf die perfekte Lösung warten, sondern den Impulsen trauen, die Gott Ihnen eingibt. Nehmen Sie Ihr „Bett“, Ihre Zweifel, Ihre Hemmungen, Ihre Ausreden unter den Arm und gehen Sie Ihren Weg. Lassen Sie sich von Ihren Unsicherheiten nicht ans Bett fesseln, sondern nehmen sie es, und gehen - mit Ihren Hemmungen - Ihren Weg. Tun Sie das, was Sie gerade spüren. Dann wird von Ihnen Segen ausgehen.

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