Editorial 12/2018

Anfang Oktober war ich zwei Wochen lang in Hongkong und habe für katholische Laien, für anglikanische und methodistische Pastoren, für Sozialarbeiter, Schulleiter und christliche Unternehmer Vorträge und Kurse gehalten. In vielen Begegnungen durfte ich erfahren: Ganz gleich, wo wir leben oder was wir tun, es kommt darauf an, sich vom Glauben ermutigen und tragen zu lassen und daraus sein Leben zu gestalten.

Anfang Oktober war ich zwei Wochen lang in Hongkong und habe für katholische Laien, für anglikanische und methodistische Pastoren, für Sozialarbeiter, Schulleiter und christliche Unternehmer Vorträge und Kurse gehalten. In vielen Begegnungen durfte ich erfahren: Ganz gleich, wo wir leben oder was wir tun, es kommt darauf an, sich vom Glauben ermutigen und tragen zu lassen und daraus sein Leben zu gestalten. Genau dazu möchte Sie vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit einladen. Jeder Mensch - auch wer sich von der Kirche abgewandt hat - wird in der Adventszeit von einer Sehnsucht angerührt, die er oft nicht genau beschreiben kann. Es ist nicht nur eine nostalgische Kindheitserinnerung oder eine unbestimmte Sehnsucht nach Heimat. Es ist die Sehnsucht, dass etwas Anderes in unsere Welt einbrechen möge. Als Christen bekennen wir, dass sich durch das Kommen Gottes unsere Welt verwandelt hat. Unser Adventsschmuck wäre nur Fassade, wenn er uns nicht auch daran erinnern würde, dass uns unsere Welt zur Heimat wird, wenn Gott in unser Leben kommt. Die deutsche Sprache verbindet ja Heimat und Geheimnis. Weil Gott in dem Kind Jesus in unsere Welt kommt, wird uns die Welt zur Heimat. Und wenn Gott, das absolute Geheimnis, im göttlichen Kind in uns selbst geboren wird, dann sind wir bei uns selbst daheim. Lassen Sie sich also nicht vom äußeren Weihnachtstrubel ablenken, sondern lassen Sie sich vom Weihnachtsschmuck daran erinnern, dass Gott selbst in unsere Welt gekommen ist und diese Welt verwandelt hat. In der Weihnachts vigil singen wir im Off ertorium: „Hebt euch, ihr uralten Pforten. Der König der Herrlichkeit will Einzug halten“. Öff nen also auch Sie die Türe Ihres Herzens, so dass Christus darin einziehen und es mit seiner unendlichen Liebe erfüllen kann.

Das wünscht Ihnen

 Ihr Pater

Anselm Grün

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