Liebe Leserin, lieber Leser!

Wie kann es gelingen, so aus dem Glauben zu leben, dass es ein „gutes Leben“ wird? Das ist die Frage, die viele von uns bewegt. Mit diesem Brief möchte ich dazu einige neue Anregungen geben. Ganz konkret: Wie gelingt es, den Alltag nicht nur als Kraftfresser zu sehen, sondern im Alltag selber Quellen zu entdecken, die Kraft schenken? Und grundsätzlich: Gibt es Haltungen und Werte, die zu einem guten Leben gehören? Darum wird es in den nächsten Monaten in zwei neuen Rubriken gehen. Zudem möchte ich Psalmen betrachten und sie so auslegen, dass wir damit in unserem Alltag leben können. Immer wieder werde ich künftig außerdem Begegnungen mit Menschen und Büchern beschreiben, die mich berührt und bereichert haben und die vielleicht auch für andere eine Inspiration sein können. Unter den „Geschichten aus den Weltreligionen“ will ich in den nächsten Briefen auch bewusst solche aus dem Islam und aus den östlichen Religionen bedenken. Denn auch die Weisheit anderer Religionen kann eine Inspiration für spirituelle Lebenskunst sein und unseren Glauben vertiefen. Der Evangelist Matthäus schildert Jesus als den, der die Weisheit aller Kulturen und Religionen in sich vereint, als Lehrer der Weisheit. Als solcher zeigt er uns einen Weg zum guten Leben. Die Kirche in den ersten Jahrhunderten hatte keine Berührungsangst vor der griechischen Philosophie und Mythologie, sondern sah darin die Vorbereiter der Weisheit, die uns in Jesus Christus in ihrer Fülle aufgeleuchtet ist. So wünsche ich Ihnen, dass Sie in der Weisheit Jesu den Weg fi nden, der in die Lebendigkeit und Freiheit, in den Frieden und in die Liebe führt.

Ihr Pater Anselm Grün

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