Liebe Leserin, lieber Leser!

Jeder hat eine andere Beziehung zum Sommer. Die einen lieben ihn. Die anderen ertragen die Hitze nicht so gut. Doch jede Jahreszeit hat eine Wirkung auf uns. Wir fühlen uns im Juli normalerweise hoch gestimmt. Das Herz weitet sich. Für manche sind die Morgenstunden im Sommer am schönsten. Da spüren sie die Frische des Tages und das anbrechende Licht. Andere lieben den angenehmen Abend, wenn die Hitze sich abkühlt. Jeder macht aus seiner Zeit das, was ihm gut tut. Es ist immer unsere Freiheit, wie wir auf die jeweilige Jahreszeit reagieren. Die Liturgie reagiert auf ihre Weise auf den Juli. Sie feiert am 2. Juli das Fest Maria Heimsuchung, ein Fest, das uns öffnen möchte für das Geheimnis der Begegnung mit anderen Menschen. Wir Benediktiner feiern am 11. Juli das Fest des hl. Benedikt. Manche lieben das Fest der hl. Margareta am 20. Juli. Es ist ein Fest der Hoffnung,  dass auch unsere Schattenseiten verwandelt werden. Andere feiern gerne am 22. Juli das Fest der Maria von Magdala, der Apostolin der Apostel, wie Augustinus diese erste Botin der Auferstehung Jesu nennt. Am 25. Juli feiern wir Christophorus, den Schwellenheiligen, der uns sicher über jede Schwelle in unserem Leben führen möchte.
So wünsche ich Ihnen, dass Sie im Juli das in der Natur wahrnehmen, was Sie im Herzen berührt. Und dass Sie im liturgischen Kalender die Bilder finden, die Ihnen gut tun und Ihnen das Geheimnis Ihres Lebens erschließen. Alle Heiligen wollen uns in Berührung bringen mit heilenden Kräften unserer eigenen Seele. Mögen diese heilenden Kräfte in Ihnen stärker werden und Sie etwas vom Heil erahnen lassen, das Christus für uns bewirkt hat.

Ihr

Anselm Grün

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