Lieber Leserin, lieber Leser!

Der schlesische Dichter Friedrich von Logau sagt vom Monat Mai: „Dieser Monat ist ein Kuss, den der Himmel gibt der Erde / Dass sie jetzund seine Braut, künftig eine Mutter werde.“ Der Mai ist die Hochzeit zwischen Himmel und Erde. Wir nennen ihn auch den Liebesmonat. Das Ziel dieser Liebe zwischen Himmel und Erde ist die Fruchtbarkeit der Erde. Die Schönheit dieses Monats ist anders als die des Augusts, wenn der Sommer zum Höhepunkt gekommen ist. Es ist eine Schönheit, die von Liebe erfüllt ist. Setzen Sie sich in diesen Tagen einmal auf eine Bank und betrachten Sie die Natur ganz bewusst. Dann werden Sie die Liebe spüren, die im Mai von der Natur zu uns hin strömt. Im Mai feiern wir auch noch die Osterzeit: Es ist die Zeit, in der das Leben der Auferstehung sich immer mehr durchsetzt. Die Natur vertieft das, was wir in der Kirche feiern, indem sie uns zeigt, dass das Leben stärker ist als der Tod. Die Osterzeit gipfelt im Pfingstfest, das in diesem Jahr schon im Mai ist. An Pfingsten feiern wir, dass die Blüte von Ostern ganz aufgeht und die Liebe, die uns in Tod und Auferstehung Jesu aufgeleuchtet ist, zur Vollendung kommt. So wünsche ich Ihnen einen gesegneten Monat Mai, in dem Ihnen das Geheimnis von Ostern und Pfingsten aufgehen möge.

Ihr

Anselm Grün

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