Lieber Leserin, lieber Leser!

Jedes Jahr im Dezember hört man das Lamento, dass die Adventszeit immer mehr zum Rummel wird, dass uns die Weihnachtsmärkte die Stimmung nur vorgaukeln, um uns in Kauflaune zu versetzen. Ich möchte nicht in dieses Klagelied einstimmen. Sinnvoller ist es, sich zu überlegen, wie wir selbst die Adventszeit gestalten möchten. Keiner zwingt mich, über den Weihnachtsmarkt zu gehen oder mich in Kaufhäusern von Weihnachtsliedern volldröhnen zu lassen. Es liegt an mir, ob ich mir Zeit für Stille nehme. Ich entscheide, ob ich in dieser Zeit bewusst häusliche Rituale pflege, etwa das Anzünden der Adventskerzen, das Singen von Adventsliedern oder die stille Meditation vor einer Kerze. Adventszeit ist die Zeit, unsere Süchte wieder in Sehnsucht zu verwandeln. Auch die Weihnachtsmärkte sind letztlich Ausdruck einer Sehnsucht, dass es noch etwas anderes geben muss. Statt uns zu ärgern, fragen wir unser Herz, wonach es sich sehnt. Wo haben Sie Ihre tiefste Sehnsucht mit irgendwelchen Süchten verdeckt? Ich wünsche Ihnen, dass die Adventszeit für Sie eine heilsame Zeit wird, die Sie vorbereitet auf Weihnachten, das unsere tiefste Sehnsucht von Heimat erfüllt.

Ihr

Anselm Grün

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