Lieber Leserin, lieber Leser!

Manche mögen diesen Monat nicht: Der November ist für sie der Totenmonat, eher düster und trist, voller Nebel und Regen. Manche empfi nden in diesen Tagen Trostlosigkeit und Traurigkeit. Doch der November hat auch positive Seiten: Es ist der Monat, in dem wir mit unseren Wurzeln in Berührung kommen sollen. Ab dem 1. November, so sagt die keltische Spiritualität, darf man keine Wurzeln ausgraben, denn sie sollen die heilende Kraft aus der Erde in die Heilkräuter hineinziehen. Für mich sind Allerheiligen und Allerseelen Feste, die an solch alte Weisheit anknüpfen. Die Kirche lädt uns ein, der Heiligen und der Verstorbenen zu gedenken. Dabei können wir unsere Wurzeln entdecken unsere Glaubenskraft und Lebenskraft. Wir erkennen unsere eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten in den Heiligen. Und wir fühlen uns in ihrer Gemeinschaft geschützt und behütet. Sie waren nicht perfekt, sondern Menschen, deren Schwächen und Wunden durch Gott geheilt wurden. So wollen sie uns die Hoffnung vermitteln, dass Gott auch unsere Wunden heilt, dass er unsere Traurigkeit in Hoffnung und Zuversicht verwandelt und dass in uns Kräfte sind, die jetzt, da es draußen stiller wird, in uns wachsen. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten November.

Ihr

Anselm Grün

Der einfach leben-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen einfach leben-Newsletter abonnieren und willige somit in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zwecke des eMail-Marketings des Verlag Herders ein. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.