Liebe Leserin, lieber Leser!

In diesem Jahr feiern wir das Osterfest erst am 20. April. So ist der April durch die Fastenzeit und Passionszeit geprägt. Sich an die Passion Jesu zu erinnern, ist heilsam, für uns persönlich und für die ganze Gesellschaft. Johann Baptist Metz, ein eher liberaler Theologe, sagt, dass die „memoria passionis – das Gedächtnis des Leidens“ – unsere Gesellschaft für das Leid sensibilisieren kann, das auch heute in unserer Welt da ist. Die Passionszeit lädt uns ein, das eigene Leid zuzulassen und sensibel zu werden für das Leid um uns herum. Und sie gibt uns zugleich Hoffnung, dass auch unser Leid verwandelt werden wird. In der mittelalter lichen Passionsmystik erkannten die Menschen in der Passion Jesu eine große Liebe. Die Gläubigen fühlten sich geliebt, wenn sie auf das Kreuz Jesu schauten. Die Gebärde Jesu am Kreuz war für sie eine Gebärde der Umarmung. Sie erfuhren, dass sie von Gott bedingungslos angenommen sind – mit ihren inneren Gegensätzen und mit ihren Wunden. So wünsche ich Ihnen, dass auch Sie in der Passionszeit diese Liebe Jesu erfahren können. Und dass Sie an Ostern erkennen: Die Liebe ist stärker als der Tod. Nichts kann uns scheiden von der Liebe Jesu Christi. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Passionszeit und ein frohes Osterfest

Ihr

Anselm Grün

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